Kostspielige Lösungen für Feuerwache
Feuerwehrchef Hans-Joachim Koch würde mit der Berufsfeuerwehr und mit der Kreisleitstelle am liebsten von der Friedrich-Ebert-Straße (Bild) an einen neuen Standort umziehen.  Bild: Dinkels

Das Dortmunder Planungsbüro Assmann hat den Standort im September unter die Lupe genommen und am Montag Handlungsoptionen im Umweltausschuss vorgestellt. Manch einer fühlte sich da schnell an den Theaterneubau erinnert, denn die drei Varianten, die der Prokurist Ulrich Schneider und die Architektin Stefanie Insel aufzeigten, würden in der geschilderten Form Investitionskosten von jeweils bis zu 20 Millionen Euro zur Folge haben.

Variante eins sieht den Ausbau des heutigen Standorts und den Verbleib der Berufsfeuerwehr sowie des Löschzugs Gütersloh vor. Nach Ansicht der Experten scheidet diese Lösung jedoch aus, weil der tatsächliche Platzbedarf etwa doppelt so hoch ist wie die heute zur Verfügung stehenden Nutzflächen. Außerdem müssten die Feuerwehrleute für die gesamte Bauzeit umziehen, was kaum zu bewerkstelligen wäre.

Variante zwei sieht vor, dass die Berufsfeuerwehr und die Leitstelle an der Friedrich-Ebert-Straße bleiben und für den Löschzug Gütersloh ein neuer Standort auf einem zu erwerbenden Grundstück aufgebaut wird. Auch davon raten die Dortmunder ab. Zwar reiche der Platz grundsätzlich aus, aber es gebe nur wenige Reserven. Bestehende Gebäude schränkten die Funktionalität ein, und ein vernünftiger Bauablauf sei ohne Beeinträchtigung der Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und Rettungsdienst nicht zu gewährleisten.

Die Planer plädieren deshalb klar für die Variante drei: Erwerb eines Grundstücks (notwendig etwa 9600 Quadratmeter) und Neubau für die Berufsfeuerwehr und die Kreisleitstelle. Der Löschzug Gütersloh könnte die bestehenden Gebäude nutzen,  und die marode Fahrzeughalle von 1936, die schon jetzt im Keller abgestützt werden muss, könnte abgerissen werden. Diese Variante, die auch Feuerwehrchef Hans-Joachim Koch präferiert, würde nach ersten Berechnungen alles in allem zwischen 17,6 und 20,18 Millionen Euro kosten.

Da mussten die Politiker erstmal schlucken. „Es drängt nicht so sehr, dass wir überstürzt loslegen müssen“, beschwichtigte die Erste Beigeordnete und Kämmerin Christine Lang. Aber: „Wir müssen mit Baukosten in der Höhe rechnen, da darf man sich nichts vormachen.“ Mit dem Beschluss zum Haushalt 2012 hätte sie daher gern den Auftrag, sich um ein zentrales Grundstück zu bemühen. Allerdings wollte sie nicht öffentlich darüber spekulieren, wo das liegen könne. Der Ausschuss war sich einig, zunächst eine Arbeitsgruppe einzurichten.

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