Krähenhorst baut neben der Barmer
Bild: Dinkels
Gemeinsames Projekt: (v. l.) Stefan Krähenhorst, Maik und Silke Badagliacca, Jan Marius Geller und Heinrich Krähenhorst vor der Baustelle an der Neuenkirchener Straße.
Bild: Dinkels

Das Gelände grenzt an das ehemalige Vossen-Areal, hat aber nie dazugehört. Früher standen dort zwei Wohngebäude, die abgerissen wurden. Seither wucherte Gestrüpp auf der Freifläche. Vor Jahren war sie für ein Ärztehaus im Gespräch, und auch ein Architekt zog dort einen Neubau in Erwägung. Dann hat das Ehepaar Heinrich und Irmgard Krähenhorst das Eckgrundstück erworben und investiert nun 2,9 Millionen Euro in den Neubau. Im Oktober haben die Arbeiten begonnen, Ende 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Der Gütersloher Architekt Jan Marius Geller hat ein modernes fünfgeschossiges Gebäude inklusive Staffelgeschoss entworfen. In den Obergeschossen werden insgesamt zehn Mietwohnungen ausgebaut, die eine Größe zwischen 64 und 97 Quadratmetern sowie zwei oder drei Zimmer haben werden, darunter zwei Penthouse-Wohnungen. Es gebe bereits eine rege Nachfrage nach den Wohnungen, sagte Heinrich Krähenhorst am Donnerstag bei einem Ortstermin.

Im Erd- und im ersten Obergeschoss entstehen Räumlichkeiten für jeweils eine Wohngruppe mit acht Plätzen. Die Zimmer werden 15 bis 24 Quadratmeter groß sein. Auf jeder Etage sind außerdem eine zentrale Küche und Aufenthaltsräume vorgesehen. Die Gesamtnutzfläche beträgt 1500 Quadratmeter, davon entfallen 800 auf die Wohngruppen.

Die Betreuung der Gruppen und ihrer Bewohner übernimmt die Firma WF Kranken- und Seniorenpflege Ambulanz mit Sitz an der Hochstraße. Dort befindet sich auch eine Tagespflege. Die Leitung haben Maik und Silke Badagliacca inne. Mit ihren Mitarbeitern betreuen sie nach eigenen Angaben bereits zwischen 80 und 100 Menschen im Alter zwischen 40 und 100 Jahren ambulant und in der Tagespflege. Kleine betreute Wohngruppen seien die Zukunft, sagte Maik Badagliacca, nicht große Heime.

Der Neubau wird als Niedrigenergiehaus (KfW 55) errichtet. Die Stadtwerke bauen dort laut Krähenhorst ein Blockheizkraftwerk ein und betreiben es auch. Es liefert Wärme für die Wohnungen und Strom. Verwaltet wird das Objekt von Krähenhorsts Sohn Stefan. 16 Stellplätze für Autos sind vorgesehen, davon 7 ebenerdig und 9 in einer Tiefgarage.

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