Kreis will bei Langzeitarbeitlosen „Gas geben“
Bild: Bitter
Das Jobcenter in Eigenregie des Kreises Gütersloh ist am 2. Januar an die Arbeit gegangen: (v. l.) Kreisdirektor Christian Jung, Anke Dreier (Abteilung Steuerung), Henning Matthes (Abteilung Materielle Hilfen), Fachbereichsleiter Fred Kupczyk, Landrat Sven-Georg Adenauer sowie die Abteilungsleiter Rolf Erdsiek (Fallmanagement) und Thomas Wellhäuser (Arbeitsvermittlung) vor der Niederlassung in Gütersloh.
Bild: Bitter

Damit betreut der Kreis rund 12 500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV) in Eigenregie. Die 206 Mitarbeiter sind dieselben wie beim vor Jahresfrist ins Leben gerufenen „Jobcenter GT aktiv Kreis Gütersloh“, dessen Trägerverein der Kreis und dessen Geschäftsführung die Agentur für Arbeit stellte.

Landrat Sven-Georg Adenauer (CDU) begrüßte am zweiten Tag des Jahres

Die Arbeitsvermittlung innerhalb des neuen Jobcenters in Eigenregie des Kreises Gütersloh betreut 7300 arbeitsmarktnahe, leistungsberechtigte Menschen mit geringeren Vermittlungshemmnissen. Sie verfügen über abgeschlossene Berufsausbildungen. 40 Prozent von ihnen sind arbeitslos, 35 Prozent arbeitssuchend und 25 Prozent zurzeit nicht integrierbar aus Gründen, die in ihrer Person liegen.

54 Prozent der arbeitssuchenden Bewerber sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, aber dennoch auf Hartz IV angewiesen.

2012 den Personalzuwachs in den Schwerpunkt-Niederlassungen Gütersloh (Friedrich-Ebert-Straße), Halle (Graebestraße) und Rheda-Wiedenbrück (Am Reckenberg). Er würdigte Kreisdirektor Christian Jung als geistigen Vater des Optionsantrags. Jung freut sich, „das tun zu können, was wir uns vorgenommen haben“. Die Integration der Menschen in Arbeit hat für ihn Vorrang. Dabei möchte Jung individueller vorgehen sowie die Städte und Gemeinden anders einbinden.

Arbeitsmarkt, Bildung und Sozialsystem aus einem Guss – das schwebt Fachbereichsleiter Fred Kupczyk vor. Er ist sich sicher: „Hier können wir richtig Gas geben.“

Viel vorgenommen hat sich der Unternehmensservice als Integrationsmotor. Abteilungsleiter Thomas Wellhäuser: „Bei uns haben die Telefonnummern Gesichter.“ Er verspricht, dass die Mitarbeiter viel vor Ort sein werden, um kleine und mittelständische Betriebe zu erschließen.

Als Abteilungsleiter Fallmanagement unterteilt Rolf Erdsiek seine Klientel in Unter-25-Jährige und Ältere. Von „seinen“ 2400 Jugendlichen gehen die meisten zur Schule. 700 gilt es jährlich bewerberorientiert zu vermitteln.

SOCIAL BOOKMARKS