Kulturräume sparen 87000 Euro ein
Bild: Pieper
Überraschung am Ende einer vierstündigen Kulturausschusssitzung: Die Kulturräume verzichten auf einen Nachschlag von 87000 Euro. Das Bild zeigt (v.l.)  Wilhelm Kottmann und Andreas Kimpel von den Kulturräumen und  den Ausschussvorsitzenden Hans-Peter Rosenthal.
Bild: Pieper

Das ging am Dienstagabend aus einer kurzfristig eingereichten Tischvorlage hervor. 

Wie berichtet, war der Zuschuss für die Kulturräume im Frühjahr von 3,1 auf 3,8 Millionen Euro erhöht und gedeckelt worden. Trotzdem ergaben sich für die Stadthalle 108 500 Euro an Mehrausgaben. Gut die Hälfte resultiert aus zusätzlichen Abschreibungen im Rahmen der Sanierung, 20 000 Euro fehlen sowohl durch rückläufige Raumvermietungen als auch durch weggebrochene Pachteinnahmen einer nicht mehr vorhandenen Gastronomie. 12 000 Euro fließen in Tarifsteigerungen.

 Für das Theater ergab sich ein Zuschussbedarf von 33 500 Euro. Kulturdezernent Andreas Kimpel erklärte das mit einem Rückgang der Nachfrage nach Einzelkarten, dem Wegbruch von Konzertbesuchern und 10 000 Euro weniger, weil mehr günstige Abos im Kinder-und Jugendbereich als die teureren für Schauspiel und Musiktheater verkauft worden seien.

Überraschung: Unter Beteiligung der Teamleitungen der Kulturräume seien jetzt aber doch noch Einsparmaßnahmen entdeckt worden. Die 55 000 Euro an erhöhten Abschreibungen aus dem Sanierungsfortschritt der Stadthalle lassen sich zwar nicht mehr auffangen, aber die restlichen 53 500 Euro werden durch Abbau von Überstunden und der späteren Einstellung eines Veranstaltungstechnikers (20 000 Euro) sowie dem Verzicht auf Anzeigen (3500 Euro) eingespart werden. Je 10 000 Euro können durch geringeren Reinigungsaufwand aufgrund weniger Veranstaltungen sowie durch Reduzierung von Dekoration und Zusatztechnik sowie beim Gebäudeunterhalt kompensiert werden.

 Das Theater-Minus ist laut Kimpel auszugleichen, weil man jetzt noch Schlüsselzuweisungen für kulturelle Bildung und Kooperationszuwendungen aus dem Topf „Tanz OWL“ (15 000 Euro) erhalten habe. Zudem schlagen 6000 Euro Sponsorengelder und 12 500 Euro aus Rückzahlungen einiger Veranstaltungsverträge positiv zu Buche. Unkalkulierbares Risiko für den Gesamtbetrieb bleiben längerfristige Erkrankungen der Mitarbeiter, die durch Aushilfen ersetzt werden müssen.

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