Kulturzentrum samt Moschee fertiggestellt
Bild: Dinkels
Stolz auf den neuen Gebetssaal sind (v. l.) Salih Karakaya, der Vorsitzende Sükrü Orhan, Kemal Kaba, Imam Abdülhamit Capar und Ömer Aslanhan.
Bild: Dinkels

An diesem Sonntag wird es mit zahlreichen Gästen feierlich eröffnet. 2011 hatte der Verein, eine Gemeinde des Verbands der Islamischen Kulturzentren, das Gebäude gekauft. 2012 begann die Sanierung. 90 Prozent der Arbeiten hätten Vereinsmitglieder ehrenamtlich übernommen, berichtet Mitglied Ali Yüksel. „Ohne ehrenamtliche Leistungen wäre das zu teuer gewesen.“ Deshalb hat es auch länger gedauert als ursprünglich geplant. Erwerb und Umbau schlagen auch so noch mit rund 800 000 Euro zu Buche. Unter anderem musste die gesamte Haustechnik erneuert werden.

In das Kulturzentrum integriert ist eine Moschee. Der prächtige Gebetssaal steht jeden Muslim zum Gebet offen. Die Materialien – Teppiche, Fliesen und Leuchter – stammen sämtlich aus der Türkei. Für alle Tischlerarbeiten zeichnet Ömer Aslanhan verantwortlich. So wurde die abgehängte Decke mit Kuppeln ausgestattet, die wiederum mit prächtigen Malereien versehen sind. Die Gebetszeiten werden digital angezeigt.

Nebenan soll eine Bibliothek eingerichtet werden. Dafür werden noch Förderer gesucht. Gespräche laufen. Ein Wandbild der Hagia Sophia ziert einen Aufenthaltsraum für die Gemeindemitglieder. Im Erdgeschoss wurde ein eigener Bereich für die Frauen eingerichtet.

Der ehemalige Kinosaal ist verschwunden. Dort gibt es jetzt Übernachtungsräume. Schulungsräume sind mit moderner Technik ausgestattet. Schüler erhalten Nachhilfe und religiösen Unterricht. Für den Imam wird eine eigene Wohnung vorgehalten. Im Erdgeschoss gibt es einen Imbiss für die Gemeinde.

Bis zum Erwerb des Objekts an der Rhedaer Straße war der Verein an der Wilbrandtstraße ansässig. Seit 2005 ist er eigenständig. Die Mitgliederzahl beziffert Yüksel auf etwa 100, womit die Beitragszahler gemeint sind. Familienangehörige kommen hinzu. Der Verband der Islamischen Kulturzentren geht zurück auf das 1973 in Köln gegründete Islamische Kulturzentrum. Er kümmert sich um religiöse, soziale und kulturelle Bedürfnisse von Muslimen.

Sonntag Eröffnung

Das Kulturzentrum wird an diesem Sonntag ab 14.30 Uhr eröffnet. Erwartet werden rund 800 Gäste aus nah und fern. Auf dem Parkplatz wurden eigens große Zelte und Essensstände für die Feierlichkeiten aufgebaut. Erwartet werden der Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus (CDU), die Landtagsabgeordneten Ursula Doppmeier und André Kuper (CDU) sowie Hans Feuß (SPD) und die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU). Weitere Vertreter aus Religion, Politik und Gesellschaft haben sich angekündigt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

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