Kunsthaus oder -passage im Visier
Bild: Bojak
Mit den zwei Zugängen zur Münsterstraße und zur Spiekergasse hin, böte sich das leerstehende Jack-Wolfskin-Geschäft nach Meinung des Gütersloher Künstlerkreises als ideale Kunstpassage an.
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Nichtsdestotrotz hoffen die Kreativen auf raschere Hilfe. Am liebsten in Form der von ihnen seit langem erbetenen Atelier- und Ausstellungsräume. Die Mitglieder des Gütersloher Künstlerkreises unter der Leitung von Karin Davids haben der Verwaltung nun Adressen genannt, die ihnen geeignet erscheinen: der ehemalige, leerstehende Jack-Wolfskin-Laden an der Münsterstraße oder die Räumlichkeiten des Stadtarchivs an der Hohenzollernstraße, das 2018 zusammen mit dem Kreisarchiv an anderer, bislang noch nicht geklärter Stelle seinen endgültigen Platz finden soll. Darüber soll der Kulturausschuss, am Dienstag, 21. Februar, 17 Uhr, in der Stadthalle diskutieren. W

ie berichtet, hatte die BfGT 2016 angeregt, das leerstehende Stadtcafé an der Hohenzollernstraße in ein Kunsthaus umzuwandeln. Nach einer jüngst erfolgten Prüfung durch die Verwaltung ist das Ergebnis ernüchternd: Ganz zu schweigen davon, dass der Café-Betrieb zwar eingestellt sei, aber die Außer-Haus-Torten-Lieferung und damit auch die Herstellung von Backwaren noch laufe, seien die Räumlichkeiten weder in der Aufteilung, noch in der Zugänglichkeit, noch vom Licht für Ateliers oder Ausstellungen geeignet. Was der Künstlerkreis übrigens auch so sieht.

Ein Rück- oder Umbau wäre laut Verwaltung notwendig. Doch da für dieses Vorhaben keine Gelder im Haushalt zur Verfügung stehen, dürfte die Überlegung obsolet sein. Deshalb dürften die vom Künstlerkreis überlegten Alternativen bei der Politik durchaus auf Interesse stoßen.

Laut Davids hätte das Stadtarchiv nicht nur genug Platz für Ausstellungen, „der Archivanbau könnte als Galerie oder für Ateliers dienen.“. Zudem befinde sich das Gebäude in städtischem Besitz, was die Kosten eines Kunsthauses sicherlich senke. Der Wolfskin-Laden würde sich durch seine Lage und Größe, den Zuschnitt und die beiden Eingänge zur Münsterstraße und zur Spiekergasse hin als zigfach nutzbare Kunstpassage (Ausstellungen, Workshops, Seminare für Flüchtlinge) eignen. Ein Kunsthaus, das laut Karin Davids einen eher galeriebetonten Charakter habe.

Und auch über mögliche Öffnungszeiten haben sich die Künstler Gedanken gemacht: donnerstags bis sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr, beaufsichtigt durch Studenten und erweiterbar durch Präsenzzeiten der Künstler.

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