LWL-Klinikum stellt Neurologie vor
Die Fähigkeit zur Bewältigung des Alltags sollen die Patienten zurückgewinnen. Ergotherapeutin Cornelia Haßelhorst hilft ihnen dabei.

Rund 8,5 Millionen Euro steckt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in den Umbau des Hauses 7 und den Aufbau des Zentrums für Altersmedizin. Dafür soll es bundesweit einmalig sein. Dass verschiedene Disziplinen für die Behandlung von Alterskrankheiten unter einen Dach zusammengeführt werden, „das gibt es in der Form in Deutschland noch nicht“, versicherte Chefarzt Dr. Thomas M. Kloß am Mittwoch bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten. „Da sind wir Pioniere.“

Die Klinik für Innere Medizin (35 Betten) hatte ihre Etage bereits zu Jahresbeginn bezogen. Jetzt sind auch die großzügig angelegten Flure, Aufenthalts- und Therapieräume der Neurologie fertig. 35 Betten stehen in Einzel-, Zwei- und Dreibettzimmern zur Verfügung.

Die Station ist Teil einer Kooperation mit dem St.-Elisabeth-Hospital. Die Akutversorgung zum Beispiel von Schlaganfall-Patienten erfolgt in der sogenannten Stroke Unit im Hospital (dort ist Kloß ebenfalls Chefarzt), anschließend werden sie für zwei bis drei Wochen im LWL-Klinikum versorgt.

Außerdem werden Patienten mit vielfältigen Bewegungsstörungen wie Parkinson und Multipler Sklerose sowie Demenz- und chronischen Schmerzerkrankungen behandelt und therapiert. Kloß: „Hier ist eine Station entstanden, die den besonderen Bedürfnissen älterer Patienten mit neurologischen und neurogeriatrischen Erkrankungen in großzügiger Weise Rechnung trägt.“

 „Wir versuchen, den Patienten eine Tagesstruktur zu geben, damit sie nicht nur auf ihren Zimmern bleiben“, sagte die stellvertretende Pflegedirektorin Hedwig Rottmann. „Die Patienten sollen ihre Alltagskompetenz wiedererlangen.“ Dazu werden sie beispielsweise in der Ergotherapie bei Cornelia Haßelhorst gefordert und gefördert. Das Ganze geschieht auf der Station.

Bis Anfang 2012 sollen nach Angaben des Kaufmännischen Direktors Reinhard Loer auch die übrigen Bereiche in Haus 7 arbeitsfähig sein: die Klinik für Gerontopsychiatrie mit 18 Betten und die geriatrische Tagesklinik mit 12 Plätzen. Dann werden alle Angebote für ältere Menschen unter einen Dach zusammengeführt sein.

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