LWL plant Neubau der Tagesklinik für Ältere
Bild: Steinecke
Die Gerontopsychiatrische Tagesklinik wird unmittelbar an das Zentrum für Altersmedizin angebaut. Baustart dürfte Mitte nächsten Jahres sein.  
Bild: Steinecke

Die Gerontopsychiatrische Tagesklinik ist zurzeit noch räumlich getrennt vom Zentrum für Altersmedizin in der Gütersloher Innenstadt, Am Bachschemm, untergebracht. Der Baubeginn wird für Mitte 2015 erwartet. Die Verlegung wird 2,26 Millionen Euro kosten. Den Löwenanteil der Kosten trägt mit 2,06 Millionen Euro das LWL-Klinikum aus Eigenmitteln. 110 000 Euro schießt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Träger zu, und 90 000 Euro kommen aus Krankenhausfördermitteln des Landes.

In einer gerontopsychiatrischen Tagesklinik werden psychische Erkrankungen des höheren Lebensalters behandelt. Das LWL-Klinikum in Gütersloh, zuständig für die psychiatrische Pflichtversorgung im Kreis Gütersloh, eröffnete seine Tagesklinik vor rund 20 Jahren im Gebäude Am Bachschemm 5. Im selben Haus ist das LWL-Institut für Rehabilitation ansässig.

„Die räumliche Situation entspricht in keiner Weise den heutigen medizinisch-therapeutischen Anforderungen“, heißt es in einer Vorlage für den Gesundheits- und Krankenhausausschuss des Landschaftsverbands am kommenden Mittwoch. Es handle sich um 308 Quadratmeter einschließlich Keller auf drei Etagen mit ungünstigem Grundriss. Mit einer jahresdurchschnittlichen Belegung von 16,5 Patienten sei die Kapazitätsgrenze erreicht. Tatsächlich sei der Bedarf wesentlich höher. Die Wartezeit betrage rund vier Wochen.

Mit der Verlagerung der Tagesklinik ans Zentrum für Altersmedizin auf dem LWL-Klinik-Gelände an der Hermann-Simon-Straße soll eine optimale Verzahnung der medizinischen Disziplinen und Abteilungen erreicht werden. Mindestens 21 Plätze für ambulante und tagesklinische Behandlung sollen entstehen – der LWL will im Rahmen de Krankenhausbedarfsplanung des Landes gar eine Aufstockung auf 24 beantragen. Der eingeschossige Anbau mit 600 Quadratmetern Nutzfläche erweitert das Zentrum für Altersmedizin nach Nordwesten. Der Zugang erfolgt über den bestehenden Eingang des ZAM. Dort befindet sich außerdem die Geriatrische Tagesklinik.

„Die enge Nachbarschaft ermöglicht für beide Tageskliniken Synergien in der Raumnutzung und der personellen Zuordnung“, heißt es. Im Neubau werden therapeutische Räume, Sanitäranlagen, Versorgungs- und Büroräume sein. Weil künftig fünf Tagesplätze mehr belegt werden können und das erforderliche Personal bereits vorhanden ist, rechnet der LWL mit höheren Erlösen.

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