Landwirte appellieren an die Stadt
Bild: Dinkels
Die großflächige Ausweisung von Naturschutzgebieten stößt bei den Landwirten auf Kritik. Bis zum 31. März besteht die Möglichkeit, beim Kreis Stellungnahmen einzureichen.
Bild: Dinkels

Die vorgelegten Gebietsausweisungen „beschränken die Belange des landwirtschaftlichen Berufsstands in erheblichem Maße“, schreibt die Geschäftsführerin. „Die Ausweisung der vier neuen Naturschutzgebiete und der Erweiterung der drei vorhandenen Naturschutzgebiete führt in einem Konglomerat aus Flächendruck wegen Wohnbebauung, gewerblicher Bebauung, Wassergewinnung und landwirtschaftlicher Nutzung zu einem weiter ansteigenden Druck auf die landwirtschaftlichen Flächen.“ Das führe zu einer Preissteigerung und Verknappung von Flächen. Landwirte würden noch weniger als jetzt schon in der Lage sein, Nutzflächen zu erwerben oder zu pachten.

„Gerade die vorhandenen Naturschutzkulissen, auch unter Berücksichtigung des auf dem Flughafengelände vorhandenen Naturschutzgebiets, rechtfertigen keine derart erhebliche Erweiterung“, erklärt Paul-Hambrink. Auch die großflächige Auenausweisung sei bedenklich, weil daraus folgende Schutzmaßnahmen noch nicht abzusehen seien.

Die Landwirte sähen sich bereits jetzt einer Vielzahl von Vorschriften und Verordnungen ausgesetzt. Eine zusätzliche Erschwernis durch Vorschriften des Landschaftsplans könne nicht hingenommen werden. Außerdem seien es die Landwirte, die längst vielfältige Maßnahmen der Landschaftsgestaltung und des Naturschutzes ausführten.

Der verfassungsrechtliche Schutz des Eigentums müsse bei der Landschaftsplanung besonderes Gewicht entfalten. Es dürfe keine „schleichende Enteignung durch Vorschriften der Landschaftsplanung“ geben, erklärt die Geschäftsführerin.

Der Planungsausschuss beschäftigte sich aus städtebaulicher Sicht mit dem Plan. Es herrschte Einvernehmen, dass es sich um eine erste Lesung handeln und dort, wo die Stadt Bedarf an Wohnbauflächen anmelde, dies berücksichtigt werden sollte. Dr. Thomas Krümpelmann: „Wir wissen, dass wir sicherlich noch einmal 5000 Einwohner dazubekommen werden.“ Die BfGT sahen insbesondere größere Bauflächen in Pavenstädt kritisch.

SOCIAL BOOKMARKS