Leitlinien für die Krullsbachaue
Bild: Dinkels
Stellte die Empfehlungen vor: Professor Friedrich Schmersahl aus Bad Salzuflen in der Volksbank.
Bild: Dinkels

Die Ergebnisse wurden am Montag in der Volksbank-Zentrale vorgestellt. Verfahrensleiter Professor Friedrich Schmersahl stellte die Empfehlungen an Politik und Verwaltung vor.

Wie berichtet, sollen auf der etwa fünf Hektar großen Fläche nördlich der Steinhagener Straße rund um den Hof Krull in drei Bauabschnitten etwa 100 Wohneinheiten geschaffen werden. Die dreifache Quartiersbildung orientiert sich an einer früheren Planung des Büros Raumplan aus Aachen.

Die Hofstelle Krull soll laut Schmersahl möglichst erhalten werden, auch wenn der Hof sehr heruntergekommen sei. Allerdings räumte er ein: „Wir haben auch keine Patentlösung.“ Denkbar wäre eine Teilnutzung etwa als Kindertagesstätte.

Eher urbane Flachdächer oder eher dörfliche Satteldächer? Diese Frage beantwortete Schmersahl mit einen Sowohl-als-auch: Außen sollen die drei Quartiere von eingeschossigen Einfamilienhäusern mit Satteldach umgeben sein, Hausgruppen im Inneren und an den Zufahrten dürfen über Flachdächer verfügen. Zweigeschossige Mehrfamilienhäuser (plus Staffelgeschoss) könnten dem Professor zufolge bis zu acht Wohnungen enthalten. Die Fassaden sollen aus Ziegelsteinen und Putz bestehen, um Materialwildwuchs zu vermeiden. Bei den Häusern sei darauf zu achten, dass die Grundfläche sich ändernden Bedürfnissen angepasst werden könne.

Etwa die Hälfte der Wohneinheiten soll in Einfamilienhäusern entstehen, die übrigen in Gruppenbauten und im Geschosswohnungsbau.

Die Verwaltung will die Überlegungen nun in ein städtebauliches Konzept gießen als Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans. Im Oktober soll der Fachausschuss informiert werden. In einem städtebaulichen Vertrag sollen Geno-Immobilien und die späteren Bauherren auf Planungsgrundsätze verpflichtet werden. Wenn Ende 2013 das Planverfahren abgeschlossen sei, könne ab 2014 gebaut werden, sagte Michael Zirbel, Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, der „Glocke“.

Wie berichtet, sollen die Bauabschnitte zeitlich versetzt realisiert werden, um die bestehende Infrastruktur in Isselhorst nicht zu überlasten. Ursprünglich war eine höhere Verdichtung des Baugebiets geplant, aber nach der öffentlichen Diskussion verworfen worden.

SOCIAL BOOKMARKS