Lösung für Elmendorf zeichnet sich ab
Der Brennereihof Elmendorf in Isselhorst: Die alten Gemäuer werden zurzeit nicht genutzt. Früher fanden dort auch Konzerte, Märkte und Ausstellungen statt. Bild: Dinkels

Die Stadt führt intensive Gespräche mit einem Investor und dessen Architekten. Blick zurück: Ende 2009 hatte die Familie einen Abrissantrag für die einzigartige und ortsbildprägende Industrieanlage gestellt. Alle auch von der Stadt unterstützten Versuche, das mehr als 8000 Quadratmeter große Gelände mit einem Investor zu einem Quartier mit Läden, Gastronomie und Büros zu entwickeln, hatten sich zerschlagen.

Aus Sicht der Familie blieb nur der Abriss, da sich schon die Unterhaltungskosten samt Steuern und Versicherungen auf rund 20 000 Euro pro Jahr beliefen, wie Kai Elmendorf, Sohn des letzten Firmenchefs, damals sagte.

Allerdings lehnten die Stadt und das Amt für Denkmalpflege beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe den Abriss der Gebäude ab. Auch ein Kauf kam für die Stadt nicht infrage. Im Dezember 2011 strengte die Familie bei der Bezirksregierung Detmold ein Übernahmeverfahren nach dem NRW-Denkmalschutzgesetz an. Danach kann der Eigentümer eine Übernahme des Denkmals gegen Entschädigung beantragen, wenn die Unterhaltungskosten ihn überfordern.

Die Bezirksregierung lehnte den Antrag Anfang März ab. Ende März hat Elmendorf, der im Gespräch mit der „Glocke“ das gute Verhältnis zur Stadt betont, beim Verwaltungsgericht Minden Klage gegen den Bescheid eingereicht. Er rechne mit einer Verfahrensdauer von bis zu fünf Jahren.

So lange muss die Familie aber womöglich nicht warten. Denn parallel laufen aktuell Gespräche über eine Veräußerung des Brennereihofs. „Wir sind intensiv bemüht, mit dem neuen Investor eine Lösung zu finden, damit das andere Verfahren nicht zum Tragen kommt“, sagte Dietmar Buschmann, Leiter des Fachbereichs Bauordnung, der „Glocke“. Ziel sei es, im Rahmen des bestehenden Denkmalschutzes zu einem Ergebnis zu kommen. Er sei zuversichtlich, dass das auch kurzfristig gelingen könne. Die Gespräche führe er direkt mit dem Investor und dessen Architekten. Namen wurden nicht genannt.

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