Makerspace holt Bastler in die Weberei
Bild: Hein
Freuen sich auf kreative Besucher: Michael Prange und Uta Rassow vom Verein „Makerspace GT“, der jetzt in der Weberei seine Werkstätten und Labore unterhält, während sich in der Stadtbibliothek nach wie vor die Community-Runde zu Austausch und Planung trifft.
Bild: Hein

Mit dem Aufruf „Mach doch, was du willst“ wendet sich der Gütersloher Ableger der bundesweiten Bewegung an kreative Leute, die gern an eigenen oder auch gemeinsamen Projekten arbeiten. Dazu stellt der Verein „Makerspace GT“ Werkstätten, Labore sowie teils hochwertige Geräte zur Verfügung und bietet Workshops, Seminare und Vorträge zum Informationsaustausch an.

Schmuckstücke in dem inzwischen eingerichteten Arbeitsraum im Obergeschoss der Weberei sind 3D-Drucker und ein moderner Laser-Cutter. Außerdem sind die Holz- und Elektronikwerkstatt, eine großzügig ausgestattete Programmierstation und eine Näherei eingerichtet. Erstklassige Sägen, ein Brennofen zum Emaillieren und ein Elektroschweißgerät stehen den Machern zur Verfügung. Es kann demnach losgehen mit dem Gütersloher Basteltreff im öffentlichen Hobbyraum, der ein Ort gemeinsamen Lernens und Ausprobierens werden soll.

Kreativen Umgang mit Technik und Handwerk fördern

Uta Rassow, im Vereinsvorstand als Schatzmeisterin für die Finanzen verantwortlich, ist begeistert von dem Wissensaustausch auf Augenhöhe und den Möglichkeiten, eigene Ideen selbst zu verwirklichen: „Wir wollen Techniken aus Handwerk und Ingenieurswesen fördern und den kreativen Umgang mit ihnen unterstützen. Im Zeitalter der Digitalisierung ist ein Angebot wie unseres gefragt. Wir bieten einen offenen Platz für den Austausch von Wissen und Werkzeug und geben Raum für spannende Projekte“, erklärt die Wahlgütersloherin aus Ostfriesland das Konzept.

„Unsere Basteltreffen finden immer samstags von 11 bis 16 Uhr statt“, lädt Michael Prange, ebenfalls Makerspace-Vorstand, alle Hobbybastler in die Weberei ein. „Der Besuch bei uns ist ohne Anmeldung und auch ohne Mitgliedschaft möglich. Hereinschnuppern kostet nix,“ freut sich der „Ingenieur seit Kindergartentagen“ auf große Nachfrage. Prange braut gelegentlich sein eigenes Bier und suchte nach einem passenden Trichter für seine Malzmühle – so entstand sein erster Kontakt zum Makerspace.

 „Die Beschaffung von Ersatzteilen ist inzwischen oft ein Problem“, so Prange. „In unserer Werkstatt können wir gemeinsam nach Lösungen suchen. Und seit wir mit dem 3D-Drucker ausgerüstet sind, sind wir in dieser Hinsicht sehr flexibel.“ Wer hingegen umfangreichere Projekte realisieren will, sollte Mitglied im Verein werden. Zum Einen lässt sich nur so die Schlüsselvergabe für den Werkraum regeln. Zum Anderen muss auch die Verantwortung für Sicherheit, Maschinen und Material geregelt sein.

Hintergrund:  

Mit den neuen Räumlichkeiten in der Weberei eröffnet der Makerspace seinen zweiten Standort in der Stadt. Die Angebote dort ergänzen die bisherige Kooperation mit der Stadtbibliothek, in der weiterhin mittwochs zwischen 17.30 Uhr und 19 Uhr die Community-Runde stattfindet. Im dortigen Digitalen Werkraum tauschen sich die Mitglieder über die Vereinsarbeit aus und planen weitere Aktivitäten. Auch „saubere“, am Computer mögliche Arbeiten für laufende Digitalprojekte werden bei diesen Treffen ausgeführt.

Ebenfalls in der Stadtbibliothek verbleibt das inzwischen gut eingeführte Repair-Café. Am ersten Samstag eines Monats zwischen 11 und 14 Uhr können dort defekte elektrische und mechanische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, aber auch andere Dinge mit Unterstützung der „Maker“ zu neuem Leben erweckt werden. Das Repair-Café ist eine nichtkommerzielle Einrichtung. Ihr Ziel ist es, die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern und dadurch Müll zu vermeiden, Ressourcen zu sparen und nachhaltige Lebensweisen in der Praxis zu erproben. Auch dieses Angebot hat seinen Platz im Digitalen Werkraum im zweiten Obergeschoss.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der „Glocke“ vom 20. Januar.

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