Elf Verletzte nach Massenkarambolage
Foto: Eickhoff
15 Fahrzeuge waren am Sonntagnachmittag auf der Autobahn 2 bei Gütersloh in eine Massenkarambolage verwickelt. Elf Personen wurden verletzt.
Foto: Eickhoff

Bei dem Unfall waren demnach insgesamt 15 Fahrzeuge beteiligt gewesen. Zuvor hatte es unterschiedliche, teils widersprüchliche Angaben zu der Anzahl der Verletzten und der beteiligten Fahrzeuge von Polizei und Feuerwehr gegeben. So war anfangs von 23 Verletzten die Rede.
Der Unfall am Sonntag hatte sich kurz vor der Ausfahrt Gütersloh ereignet. Der Grund: Starker Regen nach einem Gewitter nahm den Autofahrern plötzlich die Sicht. Eine Frau wurde nach Angaben von Feuerwehr-Pressesprecher Michael Schnatmann lebensgefährlich verletzt. 

Zu dem Unfall auf der Richtungsfahrbahn Hannover war es nach Angaben der Polizei gegen 15.10 Uhr gekommen, als über Gütersloh ein Gewitter mit Starkregen niederging. Kurz hinter der Brücke Neuenkirchener Straße nahm das Unheil seinen Lauf. 

Ein Autofahrer aus Paderborn berichtete, er habe noch rechtzeitig hinter einem BMW mit Hannoveraner Kennzeichen bremsen können, als er von hinten einen Schlag verspürte und dann doch noch auf die Limousine geschoben wurde. 

Frau wird nach Bethel transportiert

Zunächst war der Löschzug Wiedenbrück zu einem Unfall mit eingeklemmter Person alarmiert worden, später wurden weitere Kräfte alarmiert. Neben mehreren Notärzten aus dem Regelrettungsdienst eilten auch der Leitende Notarzt sowie der Leiter Rettungsdienst zu der Unfallstelle. Außer der lebensgefährlich verletzten Frau, die in die Spezialklinik Gilead I in Bielefeld-Bethel eingeliefert wurde, mussten drei weitere Personen mit schweren Blessuren in Krankenhäuser transportiert werden. 

Sieben weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen. Beamte der Autobahnpolizei sperrten die Schnellstraße für mehr als drei Stunden komplett. Es bildeten sich daraufhin ein kilometerlanger Stau.

Experte sichert Spuren

Erst als die Patienten versorgt waren, konnten Fahrzeuge über den Standstreifen die Unfallstelle passieren. Die Sperrung wurde nach Polizeiangaben am Sonntagabend gegen 20.15 Uhr aufgehoben.

Unter anderem wurde von der Staatsanwaltschaft Bielefeld auch ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion der Geschehnisse beauftragt. 

Um möglichst viele Spuren genau zu sichern, wurde die Unfallstelle mit einer Drohne überflogen, ferner mit einer 3D-Kamera fotografiert. Der Schaden dürfte im sechsstelligen Euro-Bereich liegen.

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