Mehr Bäume fürs Mansergh Quartier
Foto: Dinkels
Das Gelände der ehemaligen britischen Kaserne wird entwickelt: Die Fraktionen von SPD und Grünen wollen im Rahmenplan festlegen, dass für die Bäume, die gefällt werden müssen, ein deutlicher Ausgleich geschaffen wird. Foto: Dinkels
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„Bei der Entwicklung des Mansergh Quartiers sind für jeden zu fällenden Baum zwei neue Bäume zu pflanzen“, heißt es im Antrag der SPD-Fraktion. „Wir als SPD stehen weiter zum Wettbewerbsergebnis und dem Siegerentwurf für die Entwicklung des Mansergh Quartiers mit dem Entrée-Gebäude und den geplanten 1000 Wohneinheiten, die in der Stadt dringend gebraucht werden. Aber wir wollen für die Kompensation der mit der Planung zu fällenden Bäume eine klare und verbindliche Festlegung. Für jeden zu fällenden Baum sollen zwei neue Bäume gepflanzt werden“, betont der Fraktionsvorsitzende Volker Richter.

Kein entweder - oder

Mit der geplanten Bebauung des Mansergh Quartiers werden sich erhebliche Baumfällungen in dem Quartier ergeben. In der Vorlage der Verwaltung werde nur von einer „angemessenen Kompensation“ der Baumfällungen gesprochen. Die SPD fordere eine verbindliche Festlegung. Für die Aufforstung durch Ersatzpflanzungen im Verhältnis zwei zu eins solle die östlich angrenzende bisherige Freifläche der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben genutzt werden. „Wir wollen kein entweder – oder zwischen Bebauung und dem Erhalt von Bäumen, sondern eine Bebauung mit einer verbindlichen, größeren Aufforstung auf angrenzenden Flächen. Das ist möglich“, so Richter.

„Mehr als im Verhältnis eins zu eins“

Der Ergänzungsantrag der Grünen enthält ebenfalls die Forderung, die Bäume, die für die Entwicklung des Geländes gefällt werden müssen, durch Neupflanzungen zu ersetzten. „Mehr als im Verhältnis eins zu eins“, heißt es im Grünen-Antrag. Auch die Grünen schlagen den angrenzenden Bereich im Osten zur Aufforstung vor, sofern der Ausgleich nicht direkt im Quartier vorgenommen werden könne. Der Ausgleich solle so weit wie möglich im Quartier erfolgen. Im östlichen Bereich solle eine nachhaltige, naturnahe Waldentwicklung initiiert werden. Über Art und Umfang der Kompensation müsse noch entschieden werden.

Planungsausschuss einbeziehen

Die Grünen beantragen zudem, bei den fortschreitenden Planungen für das Mansergh Quartier den Planungsausschuss einzubeziehen. Die Verwaltung solle die Qualifizierung des Rahmenplans auf Grundlage des Siegerentwurfs fortführen, und diesen nach Beratung und Beschluss im Planungsausschuss den Verhandlungen mit der Bima zugrunde legen, heißt es im Antrag der Grünen.

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