Meisterzeichner Arnold Busch ist tot
Bild: Pieper
Der Gütersloher Künstler Arnold Busch starb im Alter von 69 Jahren in Görlitz.
Bild: Pieper

Am Dienstag ist der in Neuenkirchen geborene, lange Jahre in Gütersloh ansässige und von hier aus stetig ins sächsische Görlitz pendelnde Künstler im Alter von 69 Jahren an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben. Er hinterlässt seine Frau Erika, zwei erwachsene Kinder – und ein zeichnerisches Œuvre wie man es in dieser Qualität selten in Westfalen findet.

Schon früh zeigte sich sein künstlerisches Talent. Seiner Lehre als technischer Zeichner bei Miele ließ Arnold Busch eine Bildhauer-Ausbildung in Hannover folgen. Danach  zog es ihn ruhelos durch ganz Deutschland, Skizzenheft und Stift immer in der Tasche, um für ihn Wesentliches mit schnellem, präzisen Strich festzuhalten. Später im Atelier in Gütersloh machte er es mit Tusche und Feder oder Graphit zur Kunst.

Seine Arbeiten waren in der Region früh unter anderem im Kreiskunstverein zu sehen, später in der Galerie des Klosters Marienfeld und zuletzt 2014 im Kunsthaus-Museum Wilfried Koch in Rietberg.

Busch war ein Querdenker, hatten Ecken und Kanten, war gern unbequem und wenig versöhnlich gegenüber Gütersloh, weil er sich von dieser Stadt künstlerisch immer missachtet gefühlt hat. Das empfand er als Zerreißprobe. Erst in Görlitz, wo er 2010 zum Stadtschreiber, zum kreativen Chronisten, ernannt wurde, kam der Künstler, der sich von den Gedichten Paul Celans, Rainer Maria Rilkes oder auch von der Musik Bachs inspirieren ließ, zur Ruhe. Dort haben seine Zeichnungen auch Eingang ins graphische Kabinett des Kulturhistorischen Museums gefunden. In Görlitz ist er am 4. Juli gestorben. Und dort wird Arnold Busch auch beigesetzt - am 4. August im Friedwald.

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