Messerstecher acht Jahre hinter Gitter
Bild: Scheffler
Kurz vor dem Urteil: (hinten) Rechtsanwalt Dr. Detlev Binder und sein Gütersloher Mandant sowie (unten) Rechtsanwalt Peter Wüller und sein Mandant aus Stemwede.
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Er war in der Nacht zum 7. Juli bei der Messerstecherei an der Berliner Straße dabei.   Dass der Mitangeklagte (23) aus Stemwede trotz einiger Märchen an den ersten Prozesstagen noch seine Aussage geändert und mehrere Details von der nächtlichen Auseinandersetzung gestanden hatte, war für die Strafkammer mit ausschlaggebend. „Der Tatvorwurf trifft zu“, sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsbegründung und folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Außerdem muss der aus Kasachstan stammende Verurteilte an das Opfer seiner Messerattacke, einen 24-jährigen Mann aus Rheda-Wiedenbrück, 30 000 Euro plus Zinsen zahlen. „Zudem sind alle künftigen materiellen und immateriellen Schäden zu ersetzen“, so der Richter.

 Nach insgesamt sieben Stichen mit einem Klappmesser, die auch zur Verletzung des Herzens führten, war das Opfer nur sehr knapp dem Tod entronnen. Der Notarzt habe in der Nacht gegen 4 Uhr kaum noch Hoffnung gehabt, den Verletzten retten zu können. Auch in der Spezialklinik in Bad Oeynhausen habe man sich nur zur Not-Operation entschlossen, weil es sich um einen so jungen Menschen gehandelt habe, hieß es vom Richtertisch. „Aber dass der Angegriffene sterben könnte, war dem Verurteilten gleichgültig.“

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