Mestemacher steigert Umsatz um fünf Prozent
Zufrieden mit der Entwicklung der Mestemacher-Gruppe: (v. l.) Helma und Fritz Detmers sowie Albert und Professor Dr. Ulrike  Detmers mit der aktuellen Ausgabe von "Panem et Artes", der Brotdose mit einem Kunstmotiv von Silvia Exner.

Der Ertrag sei im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig, erklärte Albert Detmers bei der Jahrespressekonferenz am Donnerstag im Gütersloher „Parkhotel“. Er sei aber zufrieden mit der Entwicklung, sagte der geschäftsführende Gesellschafter des Familienbetriebs. Auf dem Dach der „Lifestyle-Bakery“ an der Straße „Am Anger“ tut sich inzwischen etwas. Techniker installieren dort ein Gasmotoren-Blockheizkraftwerk. Ab April soll die Anlage den gesamten Standort der Traditions-Bäckerei mit Energie versorgen. Das neue Kraftwerk habe eine sehr hohe Energieeffizienz, erklärte Fritz Detmers, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter. „Am Standort Gütersloh wird in der Produktion sehr viel Dampf benötigt. Der Strom, der im Blockheizkraftwerk erzeugt wird, reicht nicht nur aus, um die Bäckerei durchgehend zu versorgen, sondern wir können die Überschüsse auch noch ins Netz einspeisen.“ Die Anlage hat 1,5 Millionen Euro gekostet und ist bereits zur Hälfte montiert. Außer Dampf und Strom sollen auch warmes und kaltes Wasser sowie Klimatisierungskälte vollständig zur Verfügung gestellt werden. Das Mestemacher-Kraftwerk verbinde die positiven wirtschaftlichen Effekte mit positiven Umweltaspekten. So werde leichtes Heizöl durch klimafreundliches Erdgas ersetzt. „Damit fallen bei unserer Brotproduktion rund 1700 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr weniger an“, sagt Fritz Detmers. Sollte das Blockheizkraftwerk in Gütersloh so gut arbeiten wie erwartet, will Mestemacher auch an anderen Standorten eine solche Einrichtung installieren.

Investitionen in moderne Technik

In den vergangenen zwölf Monaten investierte die Bäckerei, die sich auf SB-verpacktes Schnittbrot, auf Vollkornprodukte, Müsli und Tiefkühl-Kuchen spezialisiert hat, 3,7 Millionen Euro. Für 2012 sollen 4,6 Millionen Euro investiert werden, vor allem für moderne Technik zur Steigerung der Energieeffizienz und der Wirtschaftlichkeit. Die Arbeitsplätze in Gütersloh seien von Rationalisierungsmaßnahmen nicht betroffen, betonte Albert Detmers. Allerdings habe es 2011 betriebsbedingte Kündigungen am Standort Aerzen gegeben.

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