Miele: 4000 Beschäftigte von Stopp betroffen
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Der Stammsitz in Gütersloh. Auch dort ruht ab Montag die Waschmaschinenfertigung.
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Schlimmer hätte es für Miele wohl kaum kommen können. Ausgerechnet im Zuliefererwerk Euskirchen ist die Belegschaft der Fertigung – 206 Beschäftigte – wegen einer größeren Anzahl bestätigter Corona-Infektionen bis zum 9. März unter Quarantäne gestellt worden. Dort ruht seit knapp einer Woche die Produktion. Im Verlauf dieser Woche wird, wie berichtet, in der Folge auch die Produktion in fünf weiteren Werken eingestellt, weil der Nachschub an Motoren aus Euskirchen für Waschmaschinen, Trockner, Geschirrspüler und Staubsauger fehlt.

In diesen Werken soll die Produktion am 10. März wieder starten, wie Miele-Sprecher Carsten Prudent am Montag in Gütersloh bestätigte. „Von den Arbeitsausfällen sind mehr als 4000 Beschäftigte betroffen. Ziel ist, die Ausfälle soweit wie möglich durch Flexibilität zu bewältigen.“ Demnach werden die Waschmaschinenwerke in Gütersloh und Ksawerów (Polen) am Mittwoch, 3. März, heruntergefahren. Die Trocknerproduktion im Werk Unicov (Tschechien) läuft schon am 2. März aus. In Bielefeld wird die Produktion von Geschirrspülern am Donnerstag gestoppt, in Unicov am Mittwoch. Die Staubsaugerproduktion im Werk Bielefeld steht seit Montag. Die Staubsauger-Kabeltrommeln kommen auch aus Euskirchen.

Weil die Kunststoffkomponenten aus Warendorf durch die betroffenen Gerätewerke nicht abgenommen werden können, wird auch dort die Produktion ab Mittwoch ruhen.

„Die Elektronikwerke in Gütersloh und Brasov, die die genannten Werke ebenfalls beliefern, können demgegenüber aber weiterproduzieren“, teilte Prudent weiter mit. Das gelte auch für die Produktion der Professional-Geräte in den Miele-Werken Bielefeld und Lehrte, die ebenfalls nicht angehalten werde. Ebenso laufen das Komponentenwerk in Bürmoos (Österreich) und das Staubsaugerwerk in Dongguan (China) weiter.

„Die drei Werke der Business Unit Cooking (Arnsberg, Bünde und Oelde-Lette) erhalten keine Teile aus Euskirchen und sind daher nicht betroffen“, sagte der Sprecher.

In der vergangenen Woche waren im Zuge von Reihenuntersuchungen alle rund 500 Beschäftigten in Euskirchen getestet worden. Bei 18 wurde eine Corona-Infektion nachgewiesen, davon in 10 Fällen die ansteckendere britische Variante, alle in der Fertigung.

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