Miele baut Tagesstätte für kleine Forscher
Bild: Dinkels
Erster Spatenstich: (v. l.) Miele-Geschäftsführer Olaf Bartsch, Betriebsrat Jörg Uhr, Britta Hüfing (pme Familienservice), Sabine Peters (Kita-Leiterin), Bürgermeister Henning Schulz, Dezernent Joachim Martensmeier, Christoph Kirschner (Leiter Grundstücksverwaltung), Kristin Terborg (Personalreferentin Beruf und Familie) sowie Architekt Heinrich Voßhans.
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Die Tagesstätte wird laut Miele-Geschäftsführer Olaf Bartsch (Finanzen und Hauptverwaltung) einen sogenannten Mint-Schwerpunkt haben. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Unser Ziel ist nicht, dass die Kleinen hier gleich zu Nachwuchsingenieuren ausgebildet werden, sondern dass sie ein spielerisches Angebot und eine Förderung erhalten, um ihr Interesse am Forschen und an technischen Dingen zu wecken“, sagte Bartsch am Montag beim ersten Spatenstich. Vor allem aber wolle Miele junge Eltern unterstützen, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können, was immer wichtiger werde.

Die Einrichtung entsteht in einem Neubau, der sich dreigeschossig entlang der Carl-Miele- und der Luisen-Straße zieht und außerdem zehn Werkswohnungen sowie eine Tiefgarage und ein Parkdeck umfassen wird. Gesamtkosten: sieben Millionen Euro.

Die Tagesstätte soll vier Gruppen für 65 Kinder umfassen, vom Baby bis zum Vorschulkind. Die Trägerschaft übernimmt der pme Familienservice (Münster), der seit zehn Jahren die Tagesstätte „Adventure Kids“ mit zwei Gruppen am Bachschemm betreibt. Dort nutzt Miele bereits Belegplätze. Ende des Jahres muss die Kita aus dem Gebäude der Evangelischen Kirchengemeinde ausziehen, die dort einen Neubau plant. Nach einer Interimslösung öffnet die Kita am 1. März 2018 im Neubau an der Carl-Miele-Straße.

Dabei handelt es sich nicht um eine reine Firmentagesstätte, sondern um eine Stadtteileinrichtung. Allerdings entscheidet ein Gremium aus Personalabteilung und Betriebsrat über die Vergabe der Plätze. Ein Name wird in einem unternehmensinternen Wettbewerb noch gesucht.

Joachim Martensmeier, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung, Jugend, Familie und Soziales im Rathaus, sagte: „Die Kindertagesstätte passt 100-prozentig in unsere Planung. Deswegen haben wir sie sofort begrüßt.“ Die Einrichtung liege genau richtig und der Bedarf sei da. Wie berichtet, setzt die Stadt auch bei drei weiteren Einrichtungen in Spexard, Sundern und Pavenstädt auf private Bauherrn und freie Träger.

Das im vorigen Jahr angekündigte Bauvorhaben hat sich um einige Monate verzögert, weil laut Bartsch die Pläne noch einmal überarbeitet wurden und mehr Platz geschaffen wird. So bestehe nun beispielsweise eine Ausbaureserve für eine fünfte Gruppe. Ursprünglich war die Eröffnung für August 2017 geplant.

Bevor das Ausschachten beginnt, kommt am 13. Juli noch der Bombensuchdienst zur Carl-Miele-Straße. Auf dem Gelände standen marode Werkswohnungen aus den 1920er-Jahren. Die Gebäude waren zwar im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört worden, aber sicher ist sicher.

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