Miele bekommt neuen Vertriebschef
Dr. Reto Bazzi (links) übergibt an Dr. Heiner Olbrich.

Bazzi, der im Januar seinen 65. Geburtstag feierte, begann seine Laufbahn in der Miele-Gruppe 1991 als Chef der Vertriebsgesellschaft Schweiz. Der Ruf in die Geschäftsleitung des Gütersloher Familienkonzerns folgte 1999. Die Funktion der Leitung der Vertriebsgesellschaft Schweiz, wo sich unter Bazzis Verantwortung der Umsatz mehr als verdoppelte, behielt er bis zu seinem Ausscheiden in Personalunion bei.

Zu Bazzis strategischen Prioritäten zählten laut einer Mitteilung des Unternehmens insbesondere der weitere Ausbau der weltweiten Vertriebs- und Servicestrukturen, die Emotionalisierung des Markenauftritts sowie die Schärfung des Premium-Profils. Der weltweite Umsatz der Miele-Gruppe betrug bei seinem Amtsantritt knapp zwei Milliarden Euro und ist seither auf annähernd drei Milliarden gestiegen. 1999 war Miele in 26 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten, heute sind es 47.

Zu den neuen Märkten, die unter Bazzis Ägide erschlossen wurden, zählen unter anderem zahlreiche osteuropäische Staaten inklusive Russland sowie die potenzialträchtigen Schwellenländer Indien und China. In diesem Jahr startet Miele in Brasilien. Nachfolger Heiner Olbrich, der seine Tätigkeit bei Miele im Interesse einer schrittweisen Übergabe bereits Anfang des Jahres begonnen hat, übernimmt ein gut bestelltes Feld: „Mit unserer Marke und unseren Produkten sind wir hervorragend aufgestellt und haben zugleich noch jede Menge weiteres Wachstumspotenzial“, wird Olbrich in der Mitteilung zitiert.

In der globalen Vermarktung einer Premiummarke kenne sich der promovierte Kaufmann bestens aus: Beim Sportartikelhersteller Adidas zeichnete er zuletzt für den weltweiten Vertrieb verantwortlich. Seine berufliche Karriere begann Olbrich 1993 als Berater bei der damaligen Kaufhof Holding, ehe er 1995 zur Unternehmensberatung Roland Berger wechselte. Er komplettiert die fünfköpfige Miele-Geschäftsleitung zusammen mit Olaf Bartsch, Dr. Markus Miele, Dr. Eduard Sailer und Dr. Reinhard Zinkann.

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