Mini-Eigenheime auf der Kirchwiese
Bild: Bitter
Stolze Eigenheim-Besitzer: Die Mädchen und Jungen der Ferienspiel-Aktion in Friedrichsdorf bauten in der vergangenen Woche nach genauen Bauplänen ihre Holz-Hütten.
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Wie es sich in einer geordneten Siedlung gehört waren die Häuser gegliedert nach Straßen wie Winkelgasse und Buchfinkenweg. Am Freitag um 15 Uhr erschienen die Eltern der Acht- bis Zehnjährigen zum Abschlussfest. Frühmorgens um 7.30 Uhr hatten sie seit Montag ihre Kinder aus Friedrichsdorf, Avenwedde-Bahnhof, Spexard und Isselhorst zum Ferienspielort gefahren und am Nachmittag wieder abgeholt. Mittagessen gab es im Gemeindehaus. Alles lief ab im Rahmen der von der evangelischen Gemeinde Friedrichsdorf betreuten Stadtranderholung der Stadt Gütersloh. Als Bauführer im wahrsten Sinne des Wortes fungierte Diakon Michael Aue. Von ihm stammte auch der Bauplan für die Häuschen, der für alle ständig einsehbar in einem Bauwagen hing. Diesem Gefährt kommt im nächsten Jahr während der Sommerferien eine besondere Bedeutung zu. Jugendarbeiter Aue will ihn mit Feldbetten ausstatten, von einem Trecker auf den Haken nehmen und rund um Gütersloh tuckern lassen. Die Kinder folgen in Tagesetappen auf Fahrrädern. Aber zurück zum aktuellen Friedrichsdorfer Friedensdorf, dessen Aktionen 16 ehrenamtliche Jugendliche als Helfer erst möglich machten. Jeweils zwei Kinder und ein Mitarbeiter gingen ans Werk nach klaren Regeln: 1. Suche dir eine Palette, 2. Hole dir eine Bodenplatte und befestige sie mit Nägeln auf der Palette. 3. Besorg dir die Latten und befestige sie an den langen Seiten. Fünf Raummeter Bretter, 300 Meter Dachlatten und 15 Kilogramm Nägel standen auf dem Materialkonto. Diakon Aue räumte ein: „Ich habe die Rechnung ohne den Holzwirt gemacht, denn die Preise sind deutlich gestiegen.“ Die Ferienkinder nehmen ihre Hütten mit nach Hause für den Garten oder die Terrasse. Darunter ist auch ein Kaninchenstall auf zwei Etagen für „Flecky“.

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