Mit Büchern das Unwissen besiegen
Einweihung der Bibliothek im islamischen Kulturverein: (v. l.) Tugba Talas (Goethe-Institut), Seval Kocak und Saniye Özergin (die Initiatorinnen vom Verein Die Brücke), Barbara Kutscher (Bertelsmann-Stiftung), Zafer Tonbul (Vorsitzender islamischer Kulturverein), Imam Resat Üstün, und Bürgermeisterin Maria Unger.

Rund 200 mehrsprachige Kinder- und Jugendbücher werden jetzt im Rahmen der Initiative „Lesespaß“ angeschafft. Der „Lesespaß“ wird von der Bertelsmann AG, der Stiftung Lesen und dem Goethe-Institut unterstützt. Tugba Talas vom Goethe-Institut freute sich, dass sich in Gütersloh auch die Syrisch-Orthodoxe Kirchengemeinde St. Stephanus sowie das Islamische Zentrum Gütersloh um den Aufbau einer Bibliothek beworben haben. „Die Büchereien dort werden in den kommenden Wochen eingeweiht. Es können sich noch mehr Kulturvereine bewerben“, sagte Talas. „Der Lesespaß hat grandios eingeschlagen. Jetzt kann es losgehen“, freute sich auch Schirmherrin Maria Unger über das rege Interesse. Zusammen mit dem Imam und dem Vorsitzenden des Türkisch Islamischen Kulturvereins, Zafer Tonbal, zerschnitt sie das Band und gab so die Bibliothek für die Vereinsmitglieder frei. Seval Kocak und Saniye Özergin vom Verein „Die Brücke“ hatten die Initiative ergriffen und die Einrichtung der Bibliothek angestoßen. Schließlich heiße es in der ersten Offenbarung des Propheten: Lies.

Internationalen Charakter fördern

Für den Imam Resat Üstün bildet dieser Schritt die Hoffnung auf eine gute Zukunft. Auch der Vorsitzende Zafer Tonbul, der erst kürzlich in seinem Amt bestätigt wurde, sieht hier den richtigen Ansatz. Besonders bei den Frauen macht er einen Nachholbedarf aus. Zudem sei es wichtig die Jugend zu unterstützen und ihr eine Richtung zu geben, indem der internationale Charakter gefördert würde. Das ist für Barbara Kutscher von der Stiftung Lesen ist die Offenheit für andere Kulturen die Grundlage für ein friedliches Miteinander der Menschen. „Ich habe das Gefühl, hier ist etwas Gutes entstanden“, so Barbara Kutscher. Gleichzeitig mit der Eröffnung wurde der Startschuss für das Ausfüllen der Lesebiografie gegeben. Basierend auf den Lesebiografien sollen weitere Aktionen geplant werden. So sollen von dem Verein unter anderem regelmäßige Vorlese- und Lese-Aktionen angeboten werden.

SOCIAL BOOKMARKS