Mitreißender Klangkontrast  begeistert
Bild: Bitter
Sopranistin Kathrin Horstkötter aus Verl begeisterte als Solistin vor der Chorgemeinschaft Gütersloh.
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Zu den Männerstimmen der Buchfinken von 1872, der Werkmeister von 1927 und der Harmonie von 1931, denen Heiner Breitenströter am Flügel empfindsam und temperamentvoll Halt gab, gesellte sich das Bläserensemble Suite-Brass. Es formiert sich im Kern aus dem Musikzug Spexard samt musikalischem Leiter Jörg Niggenaber. Die acht Musiker zogen ein in die samt Empore vollbesetzte Aula des Städtischen Gymnasiums mit „Just a closer walk“ („Lass mich immer mit dir gehen“).

Sie bewiesen Anspruch mit der Ouvertüre zu Händels Wassermusik und leiteten mit den typischen Bigband-Rhythmen „Trumpet Blues und Cantabile“ von Harry James in die Pause über. Danach durften sie in roten Turnschuhen mitreißend ausflippen beim Florentiner Marsch.

Den großen Kontrast bildete der einfühlsame, feste und glockenreine Sopran von Kathrin Horstkötter mit Bühnenerfahrung seit 2002. Sanft träumte sie den kleinen Traum („Dream a little dream“), überzeugte mit sehr sauberer Sprache in Erinnerungen aus dem Musical „Cats“ und bildete eine große Harmonie mit dem Chor beim „Mädchen am Meer“. Beseelt kam die Stimme der Sopranistin mit „Blue Bayou“ über.

Beifall über Beifall nicht nur für Kathrin Horstkötter, sondern immer wieder auch für Suite-Brass bei „I will follow him“ (Sister Act) oder „My secret Lovesong“ mit Solist Axel Witting auf dem einschmeichelnden Flügelhorn.

Die Bläser verabschiedeten das Publikum mit der Fuchsgrabenpolka von Karel Vacek. Männerchöre setzten einen Schlusspunkt mit dem Berlin-Potpourri von Paul Lincke. Den Abend hindurch hatten sich Buchfinken, Werkmeister und Harmonie vielseitig hören lassen, etwa mit dem schwärmerischen Wanderer: „Ihr habt nie die Sterne gezählt“, einem Volkslied-Medley einschließlich Brunnen vor dem Tore oder – ernst vorgetragen – „My way – so leb dein Leben“ mit dreimal dynamisch anschwellendem Schlussakkord.

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