Moderner Neubau bekommt zwei Adressen 
Weißer Sichtbeton und Glas prägen das Erscheinungsbild des modernen Neubaus in Stadtparknähe.

„Eine hohe Qualität ist mir wichtig“, betont Bauherr Sebastian David Büscher. Der Gütersloher Innenarchitekt mit Bauvorlageberechtigung hat den Neubau geplant. Als „modernen Minimalismus“ beschreibt er den Entwurf aus weißem Sichtbeton und Glas. Der Neubau solle wie eine Wohnskulptur wirken. Das kleine Eckgrundstück schreie geradezu nach einer besonderen Betonung. Schaut man sich den Entwurf an, kommen an der auffälligen Architektur kaum Zweifel auf. Auch der städtische Gestaltungsbeirat hat sich nach anfänglicher Skepsis überzeugen lassen. Auf dem nur 273 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein zweigeschossiger Neubau mit abgestaffeltem Flachdach aus vorgefertigten Betonelementen und rahmenlosem Glas. Nur die Decken werden an Ort und Stelle gegossen. Zur Parkstraße hat das Gebäude keine Fenster, was im Gestaltungsbeirat anfangs Irritationen auslöste. Im Erd- und im Obergeschoss gibt es jeweils eine Wohnung. Die im Erdgeschoss wird über 120 Quadratmeter Wohnfläche verfügen und der Eingang wird an der Parkstraße liegen. Die Wohnung im Obergeschoss wird 102 Quadratmeter groß und erhält einen Eingang zur Thesings Allee. Büscher baut mit einem Freund zusammen, beide Wohnungen sollen vermietet werden. Das Objekt ist laut Bauherr auch als Altersvorsorge angelegt Das Gebäude wird nach KfW-55-Standard errichtet und bekommt eine Erdwärmeheizung. Dazu wird 90 bis 100 Meter tief in die Erde gebohrt („Es gibt nur eine Stelle, an der wir bohren können“). Zur Ausstattung sollen eine automatische Kühlung und hochwertiges Interieur gehören. Bezugsfertig soll der Neubau im Oktober nächsten Jahres sein, so Büscher. Je einen Stellplatz pro Wohnung gibt es auf dem Grundstück. Das alte Fachwerkhaus steht nicht unter Denkmalschutz und gilt auch nicht als erhaltenswert. Es sei an so vielen Stellen marode gewesen, dass ein Erhalt für ihn nicht in Frage gekommen sei, sagte Büscher. Der Abriss hat mit dem Entkernen und dem Abbau asbesthaltiger Eternitplatten begonnen. Sie müssen fachgerecht entsorgt werden. Ende nächster Woche soll der Abrissbagger anrollen. Der Innenarchitekt und Designer Büscher ist mit seinem Büro im Umkreis von etwa 200 Kilometern tätig, unter anderem auch in Münster und Osnabrück. Als Innenarchitekt ist der gebürtige Stromberger aber auch auf Mallorca unterwegs.

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