Musik kennt keine Grenzen
Bild: Pieper
Liz Mohn und Bürgermeisterin Maria Unger überzeugten sich in der Grundschule Blankenhagen vom Erfolg des Integrationsprojekts "Gemeinsam sind wir stark".
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Und das entsprach wohl auch dem Gefühl, das so manchen der aufgeregten Knirpse ob des ungewohnten Besuchs von „Frau Bertelsmann“ und Bürgermeisterin Maria Unger beschlich.

Aber mit Musik geht ja bekanntlich alles besser. Und genau das war der Grund für die Stippvisite. Denn die „Kolibris“ der Blankenhagener Grundschule haben in Kooperation mit den „Spatzen“ der Heidewaldschule (Leitung Jutta Lammers-Terzenbach) die Aktion „Gemeinsam sind wir bunt und stark“ ins Leben gerufen. Ein integratives Musikprojekt, das die Grenzen unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen überwinden hilft, wie Schulleiterin Gabriele Rasche erklärte. Nicht von ungefähr zählt die Aktion mit Vorbildcharakter zu den Gewinnern des bundesweiten Ideenwettbewerb „Musik ohne Grenzen“ der Liz Mohn-Kultur- und Musikstiftung. Sie wird von ihr mit 5000 Euro gefördert.

Rasche erläuterte den Besuchern die Hintergründe: Mehr als 90 Prozent der Schüler, darunter viele jesidische Flüchtlingskinder aus dem Irak, haben einen Migrationshintergrund. Aus der Heidewaldschule kommend, die überwiegend von deutschen Kindern besucht wird, wusste sie, welche Bedeutung Musik für die Entwicklung der Kleinen hat. Entsprechend erarbeitete sie mit ihrem Team auch ein musikalisches Profil für Blankenhagen.

Jede Klasse erhielt zwei Musikstunden wöchentlich. Instrumentalklassen und ein

Beim Schulfest am Freitag,

20. Mai, werden die Kinder mit dem Ensemble „Vinorosso“ im großen Finale ihr Können der Öffentlichkeit vorstellen.

Schulchor wurden eingeführt, zudem ein Konzert mit dem Ensemble „Vinorosso“ der Musikhochschule Detmold im Gütersloher Theater besucht. Die aus Bulgarien stammende Joana Varbanova vermittelte den Kindern Trommeltechniken, um Takt und Rhythmusgefühl zu stärken. Gabi Neumann von der gleichnamigen Sport- und Ballettschule studierte mit ihnen Tänze ein, trainierte Körperkoordination und -ausdruck.

Von all dem gab’s gestern Kostproben für die Gäste. Die ließen es sich nicht nehmen, passend zum Trommelwirbel der Kongas und dem Schrappen des Guiro (Reibekürbis) die Maracas (Samba-Kugeln) zu schütteln. Und zwar ordentlich. Hast du Töne!

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