Musikzug präsentiert Klangvolles zum Advent
Bild: Heumüller
In stimmungsvoller Atmosphäre bot der Musikzug Spexard am Dienstag in der Christ-König-Kirche sein Weihnachtskonzert. Es wird am Donnerstag, 11. Dezember, ab 19 Uhr in der Spexarder Bruder-Konrad-Kirche wiederholt.
Bild: Heumüller

 Dazu eingeladen hatte der Musikzug der Feuerwehr Spexard unter der Leitung seines Kapellmeisters Jörg Niggenaber. Pünktlich öffnete die Tür zum linken Seitenschiff der Kirche und herein strömte eine Schar von zwei Dutzend rot bemützter Jungen und Mädchen vom Schülerorchester. Geleitet von Silvia Manski, führte der Nachwuchs mit großem Ernst und roten Ohren vor, was er in den vergangenen sechs Monaten gelernt hatte.

Der Hauptteil begann mit „Venite adoremus“. Der Choral ließ erahnen, warum der weihevolle Klang der Bläserchöre gerade in der Advents- und Weihnachtszeit so beliebt ist. Das „Halleluja“ von Leonard Cohen schloss sich, wenn auch stilistisch aus einer anderen Welt, nahtlos an. Weiter sorgte der gut gefüllte musikalische Nikolausstiefel für eine gelungene Mischung aus geistlichen und profanen Stücken, zum Beispiel mit „Adagio For Winds“ von Markus Götz, „Jesus berühre mich“ von Albert Frey oder „Cinderella’s Dance“ aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda.

 Geschichten zum Nachdenken und Schmunzeln trug Walter Bartonitscheck vor. Die Parabel von der Kerze, die sich selbst verzehrt, hielt dabei dem modernen Egoismus einen deutlichen Spiegel vor. Richtig knackig dagegen die Episode von Fritzchen: Er schnappt sich Maria und Josef aus der Krippe und hinterlässt dem Jesuskind einen Erpresserbrief: „Liebes Christkind, wenn ich dieses Jahr wieder kein Mountainbike kriege, siehst du deine Eltern nie wieder.“

Im Zentrum des Abends stand Paul Naglers (nicht) alltägliche Weihnachtsgeschichte „Vom Dunkel ins Licht“ mit der Musik von Kurt Gäble, die von Sina Beckebans rezitiert wurde. Das Mädchen Sina leidet unter eingebildetem Liebesentzug: Ihre Mutter erwartet noch vor Weihnachten ein Baby, da wird es wohl nichts mit den erhofften Geschenken. Aber als es dann an Heiligabend da ist, besiegt Sina ihre Verschlossenheit und ist zum Teilen mit ihrem kleinen Brüderchen bereit. Zeigten sich die Besucher beim Mitsingen auch zurückhaltend, so sparten sie nicht mit Beifall. Zwei Zugaben waren der Lohn: „White Christmas“ und „Highland Cathedral“.

Das Konzert wird am Donnerstag, 11. Dezember, ab 19 Uhr in der Spexarder Bruder-Konrad-Kirche wiederholt.

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