Mutmaßliche Banden-Mitglieder vor Gericht
Bild: Bojak
Am 26. April 2017 war das Juweliergeschäft an der Spiekergasse überfallen worden.
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Wegen Raubs angeklagt sind ein 29-Jähriger aus Italien, ein Mann (25) aus Rees und ein 26-Jähriger ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Den Überfall sollen sie laut Anklageschrift mit sechs Komplizen begangen haben. Davon sind bereits drei am Landgericht Bielefeld zu Freiheitsstrafen verurteilt worden.

Auf Betreiben des in Kürze vor der 20. Strafkammer stehenden 29-Jährigen aus Italien sollen vier weitere Landsleute zur Durchführung des Überfalls im April 2017 angereist sein. Im Schmuckgeschäft sollen die Ganoven damit gedroht haben, Sprengsätze an ihren Körpern zu zünden, um die Herausgabe des Edelmetalls und von Bargeld zu erpressen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Italien vor, mit dem weiteren Angeklagten aus dem niederrheinischen Rees den Tatort abgesichert zu haben. Der dritte Beschuldigte soll im Fluchtfahrzeug gewartet haben.

Drei gesondert verfolgte Räuber sind im Lauf dieses Jahres bereits zu Freiheitsstrafen von drei Jahren und drei Monaten bis hin zu sieben Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Verfahren gegen einen 41-jährigen Bielefelder muss indes neu verhandelt werden. Der Gastronom war zu einer Gesamtstrafe von sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden.

Das Maß beinhaltete auch einen zweiten Raubüberfall in Herford am 11. Mai 2017. Der Bundesgerichtshof verwarf das Urteil indes, weil der Raub in Herford dem Bielefelder nicht zugeordnet werden könne, so die Begründung. Nun muss eine andere Strafkammer den Fall neu aufrollen.

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