Nachhaltige Ideen für 440 Fußballfelder
Beim Workshop wurden viele Ideen entwickelt.

In kleinen Gruppen wurden Ideen diskutiert. Die Schwerpunkte Forschung und Bildung, Energie, Natur und Naturschutz, Sport und Freizeit sowie Gewerbe standen im Mittelpunkt. Die Nutzung des Areals an der Marienfelder Straße ist vielfältig: Von zahlreichen versiegelten Flächen, Kasernen und Wohngebäuden über weitläufige Grünflächen und einem Naturraum entlang der Ems bis hin zu Bunkern und dem Flughafentower ist das Flughafengelände von vielen Faktoren geprägt. „Bitte machen Sie sich klar, dass wir hier von einer Fläche in der Größe von 440 Fußballfeldern reden“, verdeutlichte Moderatorin Professor Dr. Sabine Baumgart vom Stadtplanungsbüro Baumgart und Partner.

 In Arbeitsgruppen zu den vier Schwerpunktthemen trugen die Bürger ihre Ideen für eine mögliche Nutzung ab 2020 zusammen. Da wahrscheinlich auf dem derzeit nicht öffentlich zugänglichen Gebiet Biotope vorhanden sind, schien den Anwesenden eine naturnahe Nutzung sinnvoll. Aber auch ein Universitätsstandort beziehungsweise eine Fachhochschulanbindung mit Studentenwohnungen an Ort und Stelle schien denkbar.

Windparks und Kanustrecken

In der Gruppe Energie war die Sprache von Windparks und Photovoltaikanlagen, während die Sport- und Freizeitgruppe vorschlug, dort Kanu- oder Motorsportanlagen anzulegen. Auch die interkommunale Zusammenarbeit und die Möglichkeit der Nutzung als Gewerbegebiet wurden in Betracht gezogen. Die Frage nach Altlasten durch beispielsweise versickertes Öl an Tankstellen konnte bisher noch nicht eindeutig geklärt werden.

 Die gesammelten Ideen und Nutzungsmöglichkeiten der Bürger sollen am Mittwoch, 21. November, in der vorerst letzten Veranstaltung der ersten Beteiligungsphase in Form eines Bürgervotums zusammengetragen werden. „Es wurde ausdrücklich eine kontinuierliche Bürgerbeteiligung von den Anwesenden gefordert, der wir weiterhin nachkommen werden“, zog Stadtplaner Michael Zirbel nach der zweiten Bürgerwerkstatt Bilanz.

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