Name und Datum fehlen bei Befunden
Foto: Wedel
Auch die Tests aus dem Zentrum am Flughafen werden an das Kölner Labor geschickt. Wer sich am Freitag oder Samstag dort hat testen lassen, um für den Urlaub ein negatives Ergebnis vorweisen zu können, kann mitunter Probleme bekommen. Denn auf den Ergebnissen sind weder Name noch Befunddatum verzeichnet.
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Negative Ergebnisse vom Freitag und Samstag sind für Reisende zum Teil nicht aussagekräftig. Denn der Name der getesteten Person fehlt, genauso wie das Befunddatum. Nun wurde nachgebessert.

App trifft nur eine Aussage

Die App des Kölner Labors zeigte nur an, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist. „Bei der kurzfristigen Auftragsvergabe, war es nicht möglich, zu kontrollieren, was die App kann und was nicht“, schreibt der Kreis in einer Mitteilung. Dabei müsse man bedenken, dass die Tests nicht als Urlaubsbescheinigung gedacht seien. Die Massentests würden gemacht, damit der Kreis Gütersloh aus dem Lockdown rauskomme, um zu sehen, ob das Coronavirus von den Tönniesbeschäftigten auf die übrige Bevölkerung übergesprungen sei.

Bereits nachgebessert

Man habe allerdings schon nachgebessert, sagte Kreissprecher Jan Focken gestern auf Nachfrage dieser Zeitung. Wie genau die Verbesserungen aussehen, wollte er noch nicht sagen. Erst einmal müsse geschaut werden, ob sie überhaupt funktionieren. Die Tests der Diagnosezentren am Flughafen (Drive-In), Reinhard-Mohn-Berufskolleg Gütersloh, Gesamtschule Verl und Berufskolleg Halle gehen seit Freitag an das Kölner Labor. Die Tests der anderen beiden Diagnosezentren – Ems-Berufskolleg und Carl-Miele-Berufskolleg – gehen an ein anderes Labor. In deren App stehen Name, Geburtsdatum, Datum sowie Uhrzeit des Tests und das Ergebnis. Die niedergelassenen Ärzte können jeweils für sich entscheiden, an welches Labor sie die Ergebnisse schicken.

Corona-Ergebnis abrufen

Verls Bürgermeister Michael Esken (CDU) erklärte am Sonntagmorgen in seiner Facebook-Gruppe, dass es nun auch ein Dokument in Papierform zum Nachweis des Tests gebe. Auch wenn das Ergebnis von den Menschen, die Freitag und Samstag getestet worden seien, nicht mehr um diese Daten ergänzt werden könne, zeigte sich Esken optimistisch, dass die betroffenen Personen mit einem negativen Ergebnis dennoch reisen könnten. „Ich habe mehrfach gehört, dass das in Hotels auch so akzeptiert wurde.“ Zum Test-Ergebnis schrieb die Kreisverwaltung am Sonntag Folgendes: Man kann sein Corona-Ergebnis über die App der Labore abrufen. Dazu scannt man den QR-Code auf dem Patientenzettel und wird automatisch zu der App geleitet und lädt sich die App herunter. „Achtung: Es geht hier nicht um die Corona-Warn-App des Bundes“, schreibt der Kreis. Diese habe zwar auch eine Scan-Funktion, nehme den Code an, sende aber nie ein Ergebnis. Die Corona-Warn-App sei nur dazu da, den Nutzer zu warnen, wenn er engen Kontakt zu einer Person hatte, die positiv getestet worden sei.

Anruf im Labor ist zwecklos

 Es sei nicht sinnvoll, das Labor anzurufen, denn das gebe telefonisch keine Ergebnisse heraus. Es nutze auch nichts, sich zu erkundigen, wann der Test da sein werde. Man blockiere nur deren Telefonanschluss. Übrigens: Nach Aussage des Kreises hat der Andrang bei den Testzentren nachgelassen. Wer sich also testen lassen wolle – nicht nur für den Urlaub –, könne das jetzt tun.

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