Nerzfarm: Tierschützer erstatten Anzeige
Bild: Dinkels
Ein Video soll Tierquälerei zeigen. Der Betreber der Nerzfarm bestreitet das.
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„Zu sehen ist ein massiv verhaltensauffälliger Nerz, der anscheinend unter Durst leidet“, erklärt Stefan Klippstein, Sprecher des Tierschutzbüros. Das Tier sei verhaltensauffällig. Das Video ist im Internetportal Youtube zu sehen.

Farm-Betreiber Heinz Stüker (63) bestreitet die Authentizität des Videos nicht, wohl aber einen kläglichen Zustand des Tieres. „Die Nerze sind topfit“, sagte er am Dienstag der „Glocke“. Die Tiere würden über eine Umlaufpumpe mit ausreichend Wasser versorgt und seien „eher zu gut als zu schlecht genährt“, sagte Stüker. Er könne es sich aus wirtschaftlichen Gründen gar nicht leisten, seine Tiere schlecht zu versorgen.

Ohne Kenntnis des Videos hat am Dienstagvormittag ein Mitarbeiter des Kreisveterinäramts die Nerzfarm aufgesucht. „Es gab keine Feststellungen“, sagte Kreis-Sprecherin Inga Bambana. In der Wurfzeit werde die Anlage alle vier Wochen kontrolliert.

Die Spexarder Nerzfarm ist eine der letzten acht oder neun in Deutschland. Wie berichtet, erfüllt sie mit ihren Käfigen nicht die Auflagen des Tierschutzgesetzes. Ein Vergleich mit dem Kreis sieht vor, dass die Farm Ende des Jahres ersatzlos geschlossen wird. Stüker hält nach eigenen Angaben 750 Zuchtfähen. Hinzu kommt der Nachwuchs. Stüker betreibt die Farm seit 34 Jahren, zunächst neben-, später hauptberuflich.

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