Netzgesellschaft kündigt Teldafax
NGT-Geschäftsführer Jürgen B. Schmidt

Die NGT, die als Ausgründung für die Strom-, Gas- und Wassernetze in Gütersloh zuständig, reagiert damit laut einer Mitteilung „auf den monatelangen Zahlungsverzug des Billiganbieters“. Die vertraglich geregelten Netznutzungsentgelte seien von Teldafax bereits seit dem Jahr 2010 unvollständig gezahlt worden. In 2011 seien weder die fälligen Forderungen beglichen, noch sei auf die Mahnungen reagiert worden, indem regelmäßige Zahlungen geleistet worden seien.

Von der Kündigung sind mehr als 600 Strom- und Gaskunden in Gütersloh betroffen. Sie seien in einem Schreiben von der Netzgesellschaft über die Kündigung informiert worden und müssten sich nun einen neuen Lieferanten suchen.

Damit keiner der Teldafax-Kunden auf Strom und Gas verzichten muss, sieht das Energiewirtschaftsgesetz vor, dass der örtliche Grundversorger, in Gütersloh die SWG, die betroffenen Kunden ab dem 1. Juni über die sogenannte Ersatzversorgung weiterhin und ohne Unterbrechung mit Energie beliefert. Auf Anfrage der „Glocke“ räumte SWG-Sprecher Roland Stüwe ein, dass für die Kunden damit höhere Kosten entstünden wegen der höheren Grundtarife.

Die Ersatzbelieferung endet, wenn mit einem neuen Lieferanten Energielieferverträge abgeschlossen wurden, und ist auf längstens drei Monate befristet. Dazu sollen alle Teldafax-Kunden in den nächsten Tagen auch ein Schreiben von den SWG erhalten. Die Netzgesellschaft bittet alle betroffenen Kunden, ihre Zählerstände für die Endabrechnung mit Teldafax abzulesen und zu übermitteln.

Laut Stüwe ist es das erste Mal, dass in Gütersloh einem externen Anbieter der Vertrag gekündigt wurde. Bei Teldafax hieß es auf Anfrage, der Fall sei nicht bekannt und man werde sich dazu später äußern. Teldafax war schon ins Gerede gekommen, weil wegen ausstehender Zahlungen schon verschiedene Netzbetreiber die Verträge gekündigt hatten, so auch in Bielefeld.

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