Neubaugebiet in Pavenstädt bald fertig
Bild: Reckeweg
Zufrieden mit dem Bauverlauf: (v. l.) Bernd Winkler (Fachbereich Grünflächen), Jürgen Wolbeck (Projektleiter), Jörg Rottmann (Firma Rottmann), Ralf Düspohl (Ingenieurbüro Röver), Thorsten Siewert (Fachbereich Tiefbau), Claudia Ermshausen (Landschaftsarchitektin), Henning Schulz (Stadtbaurat), Christian Grube (Bauleiter) und Ansgar Stahl (SKW Haus und Grund Immobilien).  Bild: Reckeweg
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Ansgar Stahl, Geschäftsführer der SKW Haus und Grund Immobilien: „Innerhalb von zwei Wochen haben wir sämtliche Grundstücke verkauft, und für die gesamte Vermarktung haben wir nicht länger als ein Jahr gebraucht.“ Sonst dauere es meist zwei bis drei Jahre, bis alle Grundstücke verkauft seien.

„Die Rahmenbedingungen sind hier super: Es gibt in unmittelbarer Nähe Kindergärten, eine Grundschule, ein Supermarkt wird gebaut und die Dalke ist nicht weit“, so Stahl. Zudem liege das Wohngebiet stadtnah und grenze dennoch an Landschaft.

Das Neubaugebiet habe Quartierscharakter. Die Buchenhecken dienten als Grenze zu den öffentlichen Flächen, erklärt Projektentwickler Jürgen Wolbeck, Geschäftsführer der Firma KW Wohnungsbau. Rund 30 Millionen Euro wurden in den Bau von 110 Wohneinheiten gesteckt, von denen 90 Prozent schon bewohnt seien. Ein Teil der Wohnungen und Häuser sind Niedrigenergiebauten. „Die Bewohner müssen auch dokumentieren, wie hoch ihr Verbrauch ist“, so Stahl.

Gegenüber der Heilig-Geist-Kirche an der Thomas-Morus-Straße soll ein Aufenthaltsbereich gestaltet werden. Die Achse zur Kirche bleibt frei. Die Landschaftsarchitektin Claudia Ermshausen erläutert: „Hier wird ein Beetbereich entstehen. Es werden Mauerblöcke und Bänke als Sitzgelegenheit aufgebaut und der Quartiersplatz soll nur für Fußgänger zugänglich sein.“ Zudem würden 70 Bäume gepflanzt. Zwei Kilometer Hainbuchenhecken sollen für die Unterteilung des öffentlichen und des privaten Raums sorgen.

Als Abgrenzung zu den Gärten der Mehrfamilienhäuser, die den Bereich zur Kirche säumen, wurde eine Natursteinmauer errichtet. Ermshausen: „Wir hoffen, dass die Bewohner und die Kinder diese Möglichkeit nutzen: bewohnen, bespielen, erleben.“ An den Seiten der Fläche sind bereits natürliche Mulden entstanden. Sie gehören zum besonderen Entwässerungssystem der Siedlung. Ralf Düspohl, Bauleiter der Firma Röver, erklärt das Prinzip: „Hier wurden keine Kanäle verbaut, das Regenwasser soll auf den Grundstücken selbst versickern, die Straßen werden über offene Pflasterrinnen und die Mulden entwässert.“ Die Versickerungsmulden haben Sandboden und werden begrünt, sodass das Wasser gut in den Boden dringen kann. Sie dienen auch als Sicherheit für die Grundstücke, um ein Überlaufen zu vermeiden. „Damit erfüllen wir auch unser Klimaschutzziel, und das haben wir direkt vor Ort genutzt“, sagt D

üspohl. Umgesetzt wurde das Entwässerungskonzept von der Firma Gröschler aus Gütersloh. Die Fertigstellung übernimmt die Beckumer Firma Rottmann.

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