Neue Stimmen auf der Bregenzer Bühne
In Bregenz starten an diesem Mittwoch die Festspiele. Als Produktion des dortigen Opernstudios wird vom 15. bis 20. August Mozarts Oper „Don Giovanni“ aufgeführt – mit fünf Semifinalisten beziehungsweise Endrundenteilnehmern des Gütersloher Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“.

Das ermöglicht fünf Endrundenteilnehmern und Semifinalisten aus dem Vorjahr vom 15. bis 20. August als Solisten in Mozarts „Don Giovanni“ auf der großen Bodensee-Bühne zu stehen.

Ines Koring, Projektleiterin der Neuen Stimmen, erklärte, dass man nach der Ruhrtriennale im Vorjahr nun auch mit den Bregenzer Festspielen einen wichtigen Partner zur Förderung des Opernnachwuchses gefunden habe. Der chinesische Tenor Chen Dashuai wird als Don Ottavio, die brasilianische Sopranistin Camila Titinger als Donna Elvira und der koreanische Bariton Jung Ra Kim in der Rolle des Masetto zu hören sein. Die drei Künstler erhielten beim Semifinale der Neuen Stimmen 2015 einen Förderpreis.

Tipp:  Die nächste Gütersloher Meisterklasse der Neuen Stimmen mit 14 Teilnehmern findet vom 22. bis 29. Oktober im Theater und in der Stadthalle Gütersloh statt. Die Zeiten des öffentlichen Unterrichts (25. bis 27. Oktober) werden  rechtzeitig in der „Glocke“ bekanntgegeben.
Abgerundet wird das Ensemble durch den kroatischen Bass-Bariton David Ostrek. Er ist mittlerweile Mitglied in dem von der Liz Mohn Kultur- und Musik-Stiftung geförderten Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin und wird in Bregenz den Leporello singen. Die israelische Mezzosopranistin Hagar Sharvit schlüpft in die Rolle der Zerlina.

„Die Zusammenarbeit mit den Festspielen ermöglicht es unseren Sängern, wichtige neue Erfahrungen zu sammeln“, sagt Koring. Es gehe darum, in einem professionellen Umfeld wertvolle Einblicke in ein komplexes Berufsfeld zu gewinnen. Und das bekommen die in Gütersloh ausgewählten Opernstars von morgen nicht nur im Rampenlicht auf der Bodensee-Bühne, sondern auch in einer Meisterklasse mit Kammersängerin Brigitte Fassbaender. Die Neuen Stimmen bilden den „hervorragenden Grundstock für unser Opernstudio“, betont Elisabeth Sobotka, Intendantin der Bregenzer Festspiele.  „Bereits nach den ersten Probentagen und der Meisterklasse ist klar, dass innerhalb des Ensembles eine sehr freundschaftliche und professionelle Atmosphäre herrscht.“

 Die Bertelsmann Stiftung setzt auf unterschiedliche Kooperationspartner (Intendanten, Agenten, Konzertveranstalter, Hochschulprofessoren sowie Festspiele und Plattenlabels), um ihr engmaschiges Fördernetzwerk auszubauen. Sie bietet sich den jungen Sängern dabei auch als Informations- und Diskussionspartner bezüglicher aktueller Entwicklungen in der internationalen Gesangsbranche an.

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