Neustart für Prozess gegen Arzt aus Oelde
Foto: Bussieweke
Weil ein Schöffe erkrankt ist, muss der Prozess gegen einen Arzt aus Oelde noch einmal neu beginnen.
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Eigentlich hatte der Prozess gegen den Mediziner, der am Gütersloher St.-Elisabeth-Hospital drei Frauen in vier Fällen sexuell missbraucht haben soll, am 2. Juni vor der II. Strafkammer des Landgerichts Bielefeld begonnen. Bislang war lediglich die Anklageschrift verlesen worden. Jetzt soll der Prozess neu starten, erläutert Gerichtssprecher Guiskard Eisenberg auf Nachfrage. Ein Schöffe sei erkrankt. 

Einlassung des Angeklagten ist möglich

Mit zwei neuen Schöffen – auch der andere Beisitzer wird ersetzt – ist ein neuer Prozessauftakt am Montag, 21. Juni, geplant. Dann soll die Anklage erneut verlesen werden. 

Es sei nicht auszuschließen, dass der angeklagte Arzt an diesem Tag die Möglichkeit zur Einlassung nutze, erklärte Eisenberg. Dazu hatte der Richter den Angeklagten beim ursprünglichen Auftakt ermutigt. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 9 Uhr in Saal zwei des Landgerichts.

Zeitliche Verschiebung 

Inwiefern der zweite Auftakt Einfluss auf den geplanten Ablauf des Prozesses mit insgesamt 20 Terminen habe – ob dadurch eventuell ein weiterer Termin angehängt werden müsse –, vermochte Sprecher Eisenberg am Mittwoch nicht zu sagen. „Bei einem Strafprozess gibt es immer zahlreiche zeitlich ungewisse Komponenten“, erklärte er.

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