Nicht an den Schulfenstern sparen
Foto: Bojak
Blick auf die Baustelle: In der Diskussion um eine Senkung der Kosten für Um- und Anbauten an der dritten Gesamtschule ging es auch um die Größe der Fenster. Die Politik hat sich dafür ausgesprochen, die ursprüngliche Planung umzusetzen.
Foto: Bojak

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung der Politik die Aufgabe gestellt, sich für eine von vier unterschiedlichen Möglichkeiten für die Fensterflächen auszusprechen. Bis heute, Freitag, sollte die Positionierung schriftlich eingereicht werden. Die grundsätzliche Antwort an die Stadtverwaltung ist knapp gehalten. „In Bezug auf die Fenstervarianten für die Gesamtschule drei haben wir in Abstimmung mit allen Fraktionen die Entscheidung für Variante eins getroffen“, schreibt Susanne Kohlmeyer (SPD) in Vertretung für CDU, SPD, Grüne, BfGT, UWG, Linke und FDP.

Lichtdurchflutete Gebäude

Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) erklärt, die Grünen hätten sich für die ursprünglich geplanten Fenster entschieden, weil so viel Licht in die Schulgebäude gelange. „Vielleicht kann man noch einmal im Detail prüfen, ob sich Kosten reduzieren lassen“, fügt sie hinzu. 

Die großen Fensterflächen verursachen die höchsten Kosten. Bei deutlich kleineren Fenstern – wie Variante vier sie vorsieht – könnten knapp 560.000 Euro gespart werden. Nachdem die dritte Gesamtschule inzwischen bis zu 53,2 Millionen kosten soll, statt wie ursprünglich geplant 29 Millionen Euro, hatte die Verwaltung die Gestaltung der Fensterflächen als eine Möglichkeit zur Reduzierung der Kosten angeführt.

Beim Lernen wohlfühlen

Auch in der CDU habe sich die Mehrheit für die ursprünglichen Pläne ausgesprochen, sagte der Fraktionsvorsitzende Heiner Kollmeyer. Die Anmutung der Schule solle nicht völlig verändert werden. „Es geht darum, eine schöne Schule zu bauen, in der Kinder gern lernen“, betonte Manfred Reese (Linke). In fünf Jahren frage niemand mehr nach den Kosten. 

Über eine schlechte Architektur spreche man noch in 20 Jahren. Norbert Bohlmann (UWG) bezeichnet die Schule als Werkstatt für Lernende und Lehrende. Sie müssten sich wohlfühlen. „Je mehr Licht es dort gibt, desto eher gelingt das.“ Sascha Priebe (FDP) hatte bereits betont, kurzfristige Einsparungen dürften keine langanhaltenden negativen Auswirkungen haben.

Fragen zum Öffnen und zur Verschattung

Kritik üben die Fraktionen an den „rudimentären Unterlagen“, die ihnen von der Verwaltung zur Verfügung gestellt worden seien. Andreas Müller (BfGT), Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Immobilienwesen, werde das Thema deshalb noch einmal auf die Tagesordnung der nächsten Ausschusssitzung setzen. Es gehe um die Fragen, welche Fenster zu öffnen seien und um die Verschattung.

SOCIAL BOOKMARKS