Nur noch 13 Monate bis zum Einzug

Außerdem nimmt die Tagesbetreuung für 20 weitere ältere Frauen und Männer ihre Arbeit auf. „Manchmal bedeutet der erste Spatenstich den Beginn eines Marathons“, verwendete Sven-Georg Adenauer in seinen Grußworten die Sportsprache. „Es könnte aber auch der Startschuss zu einem Spurt sein“, so der Landrat. „Deshalb möchte ich im Sommer 2012 hier wieder stehen – vor einem nagelneuen Haus.“

Wohnlage ist „mittendrin“

Martin Henke, der Geschäftsführer des Wertkreises, war einfach nur froh, dass es nach dem ersten Anstoß des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe im Jahr 2007 jetzt endlich losgeht. Er begrüßte die Vertreter des Betriebs-, Werkstatt- und Aufsichtsrats, dazu Gäste des Hagener Architekturbüros Zamel und Krug, das sich gegen fünf Mitbewerber durchgesetzt hatte, und Vertreter des ausführenden Bauunternehmens Fechtelkord und Eggersmann aus Marienfeld. „Das Mittendrin und Dabeisein ist auf diesem Grundstück erfahrbar“, sagte Henke zufrieden darüber, dass die künftigen Nachbarn des Brauhauses und des Steakhauses Mendoza quasi mitten in Gütersloh leben dürfen. „Auf gute Nachbarschaft!“, rief Elisabeth Witte, die Vorsitzende des Wertkreis-Aufsichtsrats, den Anliegern zu. Sie dankte Adenauer für den Zuschuss des Kreises und der Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger für den Verkauf des Grundstücks und die Baugenehmigung. Unger („Wir nehmen in Gütersloh derzeit fast täglich einen Spatenstich vor“) erinnerte daran, dass „der Bedarf an Wohnstätten für Behinderte groß“ sei und freute sich deshalb besonders, dass es sich bei der Maßnahme des Wertkreises bereits um das dritte Wohnheim in der Dalkestadt handele, das fast ausschließlich mit Einzelzimmern geplant sei.

Einsatz für fünf blanke Spaten

Und so griffen sich die Verantwortlichen die bereit gestellten fünf noch blanken Spaten, setzten sich die ebenfalls nagelneuen Bauhelme auf und führten den symbolischen Stich aus. In 13 Monaten soll die stationäre Wohneinrichtung hochgezogen werden – Kosten etwa 2,2 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die Anlegung eines „Sinnesgartens“ mit Blütenfeld, Gräserhof und Naschgarten – alles verbunden durch einen Sinnespfad.

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