Oldtimer-Rallye startet am Gütersloher Rathaus
Nahmen zum ersten Mal an der Rallye teil: Manfred Kreidemann und seine Frau Barbara im Triumph Spitfire.

Der 71-Jährige ist stolzer Besitzer eines Horex-Regina-Motorrads aus dem Jahr 1952. „Das ist noch der Originallack“, beteuert der Verler. Auf dem Konrad-Adenauer-Platz treffen sich die Liebhaber alter Karossen ab 8 Uhr, um sich auf die Ausfahrt vorzubereiten. Der Motorsportclub (MSC) Gütersloh richtet die neunte Auflage der Veranstaltung aus. Nach Startnummern sortiert werden Fahrer und Beifahrer von den Helfern auf ihre Plätze geleitet. Anschließend beginnt das große Gucken. Manch einer putzt das geliebte Gefährt noch am Parkplatz auf Hochglanz.

77 Teilnehmer am Start

Dem Startfeld ist keine Altersgrenze gesetzt, nur die Autos müssen eine Bedingung erfüllen: Sie müssen vor dem 31. Dezember 1995 gebaut worden sein. Außer den Fahrern der vierrädrigen Oldtimer folgen dem Ruf des MSC auch viele Motorradfreunde, wie Reinhold Kleinehelleforth. Um 9.30 Uhr gibt es eine Fahrereinweisung. Über Streckenverläufe, die Bedeutungen von Schildern und den zeitlichen Ablauf. Die Strecke führt das Feld aus 45 Autos und 32 Motorrädern über Isselhorst, Marienfeld bis nach Stromberg und wieder zurück. Gestartet wird in zwei Kategorien: der touristischen und der sportlichen. Für die erste sind 120 Kilometer vorgesehen. Die Sportler müssen 170 Kilometer zurücklegen.

Triumph Spitfire als Ausgleich zum Alltag

Für die Routiniers kein Problem. Aber was macht man, wenn man zum ersten Mal dabei ist? So wie Manfred Kriedemann (55) und seine Frau Babara (55). „Als Beifahrer hat man ordentlich was zu tun. Karte lesen ist gar nicht so einfach und dann noch die Fahraufgaben“, sagt Barbara Kriedemann. „Aber es ist ja alles nur aus Spaß an der Freude“, beruhigt ihr Mann sie, bevor sie in ihre Triumph Spitfire 4 stiegen. Der britische Wagen mit knallrotem Lack und Reisekoffer auf dem Gepäckträger ist ein Hingucker. „Für uns ist das Auto eine schöne Möglichkeit mal aus dem Alltag zu kommen“, sagt Manfred Kreidemann.

Zeitfahren scheitert an defekter Lichtschranke

Um 10 Uhr starten die Autos mit der ersten Aufgabe. Eine abgesteckte Strecke soll in möglichst genau 14 Sekunden abgefahren werden. Nur leider streikt die Technik. Die Lichtschranke zur Zeitmessung funktioniert nicht. So entfällt diese Prüfung. Aber es bleiben ja noch andere Aufgaben, bei denen die Rallyeteilnehmer beweisen können, wie gut sie ihr Fahrzeug beherrschen

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