Orgel in St. Pankratius jubiliert wieder
Bild: Steinecke
Pfarrer Elmar Quante weihte am Sonntag die von der Firma Rieger renovierte Orgel der St.-Pankratius-Kirche.
Bild: Steinecke

830 000 Euro für die Renovierung einer  Orgel seien nicht gerade wenig Geld in Zeiten, in denen immer mehr Menschen verarmten, sagte Quante mit Blick auf die Flüchtlinge. Andererseits habe die Investition angesichts der Bedeutung der Orgel für die Menschen ihre Berechtigung. Quante zitierte den früheren Papst Benedikt XVI: „Die Orgel gibt alle Töne der Schöpfung wieder.“ Diese Vielfältigkeit sei für einen Gottesdienst unabdingbar. Er hoffe, dass die Gemeinde nun für die nächsten Jahrzehnte und länger Ruhe habe, sagte Quante.

Der Einladung zur Orgelweihe waren so viele Gläubige und Musikfreunde gefolgt, dass die Kirche bis auf wenige Plätze gefüllt war. Schon bei den ersten Werken von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Cèsar Franck zog Kantor Andreas Mattes nicht nur sprichwörtlich alle Register. Die Gäste konnten sich vom neuen Wohlklang des Instruments überzeugen. Gut ein Drittel der 3559 Pfeifen wurden erneuert.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Jutta Schmitz-Bücker sagte, die Orgel sei mehr als schmückendes Beiwerk. „Mir ist zum ersten Mal bewusstgeworden, wie stark die Orgel eine Gemeinde begeistern kann. Die Orgel hat mir sehr gefehlt.“ Die Orgel biete „einen Klangkosmos, der uns staunen lässt“, sagte Bürgermeisterin Maria Unger (SPD). „Die Orgel ist ein wichtiges Kulturgut in unserer Stadt.“ Ohne die Königin der Instrumente verliere eine Kirche ihren Charakter. „Die Orgel ist – vom Altar aus gesehen – eine Treppe zum Himmel.“ Unger dankte der Gemeinde für ihre mutige Investition.

Zum Vormerken: Am Freitag, 21. August, gibt der Organist Sebastian Küchler-Blessing ab 21 Uhr ein Orgel-Nachtkonzert.

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