Orgeleinbau erst nach Aschermittwoch
Bild: Pieper
Marmorfliesen bedecken das Fundament fürs neue Metallkreuz in der Gütersloher St.-Pankratius-Kirche.
Bild: Pieper

Die Malerarbeiten sind fertig, die Fenster sind gesäubert, das Fundament für das neue Altarkreuz ist gelegt, die letzten Fliesenlegeraufgaben sind gemacht. Alle „Dreckarbeiten“ sind damit erledigt, damit – wie vereinbart – die sanierte Sauer-Orgel eingebaut werden kann. Doch die kommt nicht.

 Zumindest vorerst nicht. Die renommierte österreichische Orgelbaufirma Rieger in Schwarzach ist ohne eigenes Verschulden in Lieferschwierigkeiten gekommen. Drei weitere große Aufträge – zwei in Israel und einer in Paris – konnten nicht so abgewickelt werden, wie geplant: Weil der Papst im Mai das Heilige Land besuchte, wurden dort alle Kirchen-Baumaßnahmen stillgelegt. Das galt auch für die Orgelsanierungen in der Jerusalemer Holy Sepulchre Church und der dortigen Gethsemane Church of All Nations, für die Rieger verantwortlich zeichnet. Und weil sich auch noch die Bauarbeiten an der Philharmonie de Paris verzögern, konnte die Orgelfirma auch dort erst später als gedacht das neue Instrument einbauen. Das alles ließ den 830 000 Euro schweren Gütersloher Auftrag nach hinten rutschen.

Qualität nicht verwässern

Der Wiedereinbau der Sauer-Orgel in St. Pankratius ist jetzt für die Woche nach Aschermittwoch geplant. Dauer: etwa fünf Wochen. Die Intonation soll laut Quante dann bis spätestens Ende Juni abgeschlossen sein. „Wir sind uns mit der Firma Rieger einig, dass die Qualität der Orgelsanierung an oberster Stelle steht und nicht durch Zeitdruck verwässert werden darf.“ An der geplanten Wiedereröffnung der Kirche am Samstag, 6. Dezember, mit der um 17 Uhr beginnenden feierlichen Konsekration des neuen Altars ändere das nichts. Für die Musik wird man eben noch etwas länger auf die Orgel des Musikvereins zurückgreifen.

Wenn die neue Lichtanlage in zwei und die Verstärkeranlage in gut drei Wochen eingebaut sind, wenn die neuen Möbel für die Sakristei geliefert sind, dann kann der schmiedende Pater Abraham Fischer, Prior der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede, seine eigens entworfenen und von ihm gefertigten sakralen Objekte im 200 Quadratmeer großen Altarraum platzieren.

 Auf dem just gegossenen Fundament wird er zunächst ein 300 Kilogramm schweres Metallkreuz setzen. Es besteht aus versetzten Stäben, so dass es je nach Blickwinkel der Kirchgänger eine immer wieder andere Optik bietet. Glaube bedeutet Vielfalt.

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