Parkbad-Betreiber hat zwei Wünsche
Bild: Dinkels
Noch laufen die Vorbereitungen für die Saison: Betreiber Franz-Josef Füchtenschnieder am Tresen der Cocktail-Bar. Mit zusätzlichen Angeboten möchte er auch bei schlechtem Wetter mehr Gäste ins Parkbad locken.
Bild: Dinkels

Die Spuren des Winters sind beseitigt. Seit vier Wochen sind Füchtenschnieder und seine Helfer damit beschäftigt, die denkmalgeschützte Anlage herzurichten. Unter anderem wurden an die 17 Tonnen Laub gesammelt, berichtet der 56-Jährige. Das Mobiliar steht. Die Theken sind hergerichtet. Für Montag und Dienstag hat sich der Betreiber die Grundreinigung des Beckens vorgenommen. Danach soll es mit Wasser gefüllt werden.

Im März 2016 hatte der Gastronom die Anlage übernommen, nachdem die Arbeitslosenselbsthilfe aus wirtschaftlichen Gründen ausgestiegen war. Unter dem Strich zeigt er sich mit der ersten Saison zufrieden. „Es rechnet sich, sobald schönes Wetter ist“, sagt Füchtenschnieder. Vor allem bei Temperaturen jenseits der 25 Grad Celsius sei das Bad voll. Bis zu 1500 Besucher kämen dann am Tag.

Aber: „Es ist und bleibt wetterabhängig.“ Er habe nur sechs bis sieben Monate, in denen das Wetter überhaupt mitspiele. „Sieben Veranstaltungen in den Wintermonaten, davon kann man nicht leben und nicht sterben“, sagt Füchtenschnieder. Im Winter habe er draufgelegt. 2017 wolle er im Januar komplett und im Februar zwei Wochen schließen. Das Parkbad ist nicht gedämmt, deshalb teuer beim Heizen.

„Ich muss darauf hinarbeiten, dass ich mehr Umsatz mache auch bei schlechtem Wetter. Sonst wird es schwer“, sagt der 56-Jährige. Auf Dauer möchte er mit einer erweiterten Karte und Veranstaltungen auch bei niedrigen Temperaturen von 17 oder 18 Grad Celsius mehr Gäste etwa zum Essen bekommen.

Von der Stadt wünscht er sich eine ausgeweitete Konzession. Bisher sind Betriebszeiten täglich von 10 bis 22 Uhr vereinbart. „Mit 22 Uhr komme ich nicht klar. Ich brauche eine Konzession bis 0 oder 1 Uhr. Ich will ja keine Disco veranstalten.“ Es gehe vielmehr darum, Veranstaltungen im Gebäude auch nach 22 Uhr fortführen zu können. Der Wunsch werde geprüft, sagte Rainer Venhaus, Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und Immobilienservice, vorige Woche.

Außerdem reiche die Zahl von 29 Stellplätzen auf dem Parkplatz nicht aus, sagt Füchtenschnieder. Bei gutem Wetter sei die Zufahrt oft blockiert. Ginge es nach ihm, würden auf einem benachbarten Acker weitere Parkmöglichkeiten geschaffen. Eine Fläche an der Alten Verler Straße sei zu weit weg. Sie würde von den Gästen kaum akzeptiert. Parkplätze fehlten bei gutem Wetter auch deshalb, weil er einen Mittagstisch etablieren wolle, so Füchtenschnieder.

In die neue Saison startet Franz-Josef Füchtenschnieder mit neun festen Mitarbeitern und zahlreichen Aushilfen. Wegen der Zahl der Verkaufsstellen und der langen Öffnungszeiten an sieben Tagen in der Woche benötige er das Personal. „Ohne Ruhetag werden die Tage lang“, sagt er.

Küche wird umgestellt

Den Eiswagen wird es nicht mehr geben, den hat Füchtenschnieder nach eigenen Angaben nach Berlin verkauft. Künftig werde es am Kiosk bis zu sechs Eissorten geben. „Wir werden die Küche umstellen“, kündigt Füchtenschnieder an. Das kulinarische Angebot soll um Salate und Pizzen erweitert werden, zusätzlich zu den bekannten Snacks. An einem Imbisswagen soll es mehrmals im Monat Hähnchen geben.

Im Außenbereich stehen den Besuchern 120 Bistrostühle zur Verfügung. Mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen auf den Bänken und auf der Wiese weiterhin im hinteren Bereich des 18 900 Quadratmeter großen Areals verzehrt werden. Eintritt, Trampolin, Volleyball und Niedrigseilgarten sind weiterhin kostenlos. Füchtenschnieders Prognose: „Bis der Laden hier richtig läuft, brauche ich drei Jahre.“

Zur Saisoneröffnung am 1. Mai gibt es Live-Musik von Wendy Walker and Friends. Auf dem Programm stehen Soul und Funk. Das kulinarische Angebot soll um einen Käsewagen und eine Gemüsepfanne vom Rietberger Biohof ergänzt werden. Es wird einen Weinstand geben. Angekündigt sind eine Malaktion für Kinder mit Quadratologo, Modellschiffe der Nautilus-Flotte, und die Cocktailbar öffnet. Bei guten Wetter rechnet Franz-Josef Füchtenschnieder mit vollem Haus. Zuvor ist das Parkbad bereits an den Wochenenden geöffnet und bei sehr gutem Wetter.

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