Parkour-Anlage in Gütersloh „Weltklasse“
Bild: Dünhölter
Kopfüber ins Vergnügen: Die jungen Sportler aus vielen Teilen Deutschlands sowie aus England und Australien waren von den Möglichkeiten der Parkour-Anlage an der Ahornallee einmal mehr begeistert.
Bild: Dünhölter

Als die Anmeldung für die 200 Startplätze des mittlerweile elften Treffpunkts für Traceure im Frühjahr online ging, sicherte sich der Hanseat fix seinen Platz. Gemeinsam mit gut 100 weiteren Premierengästen aus halb Deutschland, England und sogar aus Australien saugte der Hamburger von Freitag bis Sonntag die Atmosphäre des längst etablierten, in der gesamten Sportlerszene bekannten Treffpunkts für Anhänger der Schwerkraft überwindenden Sportart mit jeder Pore seines Körpers in sich auf. Das Ergebnis auf Deutschlands größter Outdoor-Anlage stellte seine Erwartungen weit in den Schatten: „In ganz Hamburg gibt es keine so coole Location. Ich kenne keine solche Outdoor-Veranstaltung, die da mithalten kann“, fasste der Hanseat seine Begeisterung zusammen. Sodann nahm der drahtige Hüne zwei, drei Schritte Anlauf, sprang ab, katapultierte seinen Körper leichtfüßig in die Höhe, um mit einem katzenartigen weiten Satz drei Meter weiter mit sicherem Stand auf der nächsten Absprungbasis zu landen.

 Dem offiziellen Parkour-Camp-Initiator Claus-Peter „Pit“ Mosner vom Fachbereich Jugend und Bildung der Stadt nebst seiner gut 50-köpfigen Helferschar gingen diese Worte runter wie Öl. Auf der im Mai vergangenen Jahres neu eröffneten Anlage an der Ahornallee waren die zu überwindenden Hindernisse diesmal wesentlich enger zusammengerückt. Pit Mosner: „Wir wollten einfach die vorhandene Fläche besser nutzen.“

Voneinander lernen

Wie in jedem Jahr neu war auch das Motto. Für die inzwischen schon elfte Auflage hatten sich die Ausrichter für die aus dem Land des Parkour-Ursprungs, Frankreich, stammende Aussage „tout le monde“ (alle gemeinsam) entschieden. Die stellvertretende Gütersloher Bürgermeisterin Monika Paskarbies (CDU) entdeckte darin den wichtigen Unterschied zu anderen Sportarten: „Es ist kein Wettbewerb, bei dem der eine gegen den anderen antritt, sondern ein Miteinander, ein Lernen voneinander, ein sich Helfen und Unterstützen.“

Zum Erfolgsgeheimnis des Camps gehören außer vielen Details – wie ständig zur Verfügung stehendes Obst- und Wasser – Massagen, die Ausweichmöglichkeit Sporthalle Nord bei schlechtem Wetter, der große Pool und das gemeinsame Feiern am Samstag ab 22.30 Uhr. Diesmal heizte die Band „Prison Effekt“ ordentlich ein. Pit Mosner erklärt: „Musik gehört zur Jugendkultur. Das können und wollen wir nicht trennen.“

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