Pfleiderer geht in „Micky-Maus-Insolvenz“
Pfleiderer-Werk in Gütersloh.

Davon zeigt sich der Gütersloher Betriebsrat Detlef Fritzenkötter überzeugt. Im Gespräch mit der „Glocke“ wollte Fritzenkötter die aktuelle Entwicklung im Detail nicht kommentieren. Er gab sich angesichts der hohen Produktivität des Spanplatten- und Beschichtungswerks an der Dalke aber sehr zuversichtlich. Am Montag hatte es eine Betriebsversammlung gegeben. Fritzenkötter: „Ich gehe nicht davon aus, dass hier etwas dicht gemacht wird oder wir abspecken müssen.“

Restrukturierungsvorstand Hans-Joachim Ziems hatte in einem Interview von einer „Micky-Maus-Insolvenz“ gesprochen. Die Insolvenz schade dem Unternehmen nicht und sei bis Ende Juni abgeschlossen.

Mit der Insolvenz gehen jetzt die Anleihe-Gläubiger leer aus. Für den Holzverarbeiter, der durch eine riskante Expansionsstrategie hohe Verluste und Schulden angehäuft hat, arbeiten 4900 Menschen, mehr als 2000 davon in Deutschland. Pfleiderer beschäftigt in Gütersloh in den beiden Werken sowie in der Hauptverwaltung 410 Mitarbeiter.

Details zur Insolvenz und die Einschätzung der Pfleiderer-Zentrale in der Mittwochausgabe der „Glocke“.

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