Pläne für 380 kV-Leitung werden ausgelegt
Bild: Dünhölter
Am Umspannwerk Blankenhagen soll die neue Höchstspannungsfreileitung abzweigen.
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Die Unterlagen liegen ab dem 10. Februar bis zum 10. März aus. Wie die Bezirksregierung mitteilt, hat Amprion im Dezember die Planfeststellung für das Vorhaben beantragt, das Gütersloh, Bielefeld, Steinhagen, Halle und Borgholzhausen berührt. Die Unterlagen werden in jedem Ort ausgelegt, im Kreis Gütersloh vermutlich in den Rathäusern. Details sollen noch folgen. An jeweils einem Tag in jedem Ort soll ein Mitarbeiter der Vorhabenträgerin Betroffenen bei Bedarf Fragen beantworten.

Eine 220-kV-Hochspannungsfreileitung ist zwischen den beiden Umspannanlagen Blankenhagen und Lüstringen schon vorhanden. Sie führt von Gütersloh über die Punkte Ummeln, Hesseln-Süd und Hesseln-Nord (jeweils Stadt Halle) weiter nach Lüstringen. Der nordrhein-westfälische Abschnitt endet auf Höhe des Punkts Königsholz (Borgholzhausen). Am Punkt Hesseln-Süd ist die 220-kV-Leitung über einen Abzweig an die Umspannanlage Hesseln angebunden.

Gegenstand des Neubauvorhabens ist es, die 220-kV-Leitung durch einen vollständigen 380-kV-Neubau zu ersetzen und eine 110-kV-Freileitung von der Umspannanlage Hesseln an durchgehend mit auf das neue 380-kV-Mastgestänge zu übernehmen. Dazu sollen weitgehend die bisherigen Trassenräume genutzt werden, die durch den Rückbau der Bestandsleitungen frei werden.

Einige Abweichungen vom bisherigen Trassenverlauf sollen vorrangig Wohngebiete entlasten. Änderungen im Trassenverlauf sind insbesondere in den Bereichen der Siedlung Hornberg (Stadt Gütersloh), des Anschlusses Ummeln (Stadt Bielefeld), der Siedlung Am Forst (Stadt Halle) sowie der Siedlung Sundernweg (Stadt Borgholzhausen) vorgesehen.

Der nordrhein-westfälische Abschnitt der 110-/380-kV-Höchstspannungsleitung ist rund 27 Kilometer lang und umfasst den Neubau von insgesamt 78 Masten. Verfahrensleiter bei der Bezirksregierung ist Frank Auf dem Hövel. Ab 10. Februar finden sich die Unterlagen auch auf der Internetseite der Bezirksregierung: www.brdt.nrw.de. Einwendungen können bis zum 24. März bei den jeweiligen Kommunen und bei der Bezirksregierung erhoben werden.

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