Planer sind nicht aus der Ruhe zu bringen
Bild: Dünhölter
Feiern das 50-jährige Bestehen des Ingenieurbüros Röver: die Geschäftsführenden Gesellschafter Ralf Düspohl (links) und Klaus Tophinke.
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Nervös wird deshalb jedoch niemand im 14-köpfigen Team um die geschäftsführenden Gesellschafter Ralf Düspohl (52) und Klaus Tophinke (46), das in diesem Sommer um eine zweite Auszubildende anwächst.

Geist der Gründer herrscht noch immer in der Firma

Dafür haben die Tiefbauplaner des unabhängigen Planungsbüros in den zwei primären Kernbereichen Verkehrswesen und Siedlungswasserwirtschaft (Kanäle) samt der Verästelungen in die Gebiete Verkehrstechnik, Stadtgestaltung, Straßen-, Erschließungs- und Infrastrukturplanungen schlicht zu viele Erfahrungen gesammelt. 

Am 1. Juli 1969 wurde das Unternehmen von Paul-Dieter Röver und Martin Petersen als Ingenieurbüro für städtischen Tiefbau sowie Ingenieurvermessungen in Gütersloh gegründet. Vor kurzem stießen die heutigen Inhaber mit Kunden, Wegbegleitern, Belegschaft nebst etlichen Ehemaligen im Beisein von Bürgermeister Henning Schulz auf das 50-jährige Jubiläum an.

Mögen sich technische Arbeitsprozesse in der Planungs- und Entwicklungsphase auch weiter entwickelt und den heutigen Anforderungen angepasst haben, herrscht im ersten Stock im Firmensitz noch immer der Geist der Firmengründer.

Spagat zwischen Handwerk und optischer Gestaltung

Wie damals Paul-Dieter Röver und sein schon zwei Jahre nach der Unternehmensgründung ausgeschiedener Partner versucht auch die Mannschaft von Ralf Düspohl und Klaus Tophinke als Berater und Konsenzsucher zwischen stets wechselnden Beteiligten (Stadt, Kreis, Landesregierung, Bezirksregierung, Bürgerschaft, Anlieger, Energieversorger) bei Straßen- oder Kanalbaumaßnahmen „das Mögliche mit dem Gewollten in Übereinstimmung zu bringen“, sagt Ralf Düspohl.

Ein Stück weit fungiert das Ingenieurbüro bei seinem täglichen Spagat zwischen Handwerk und optischer Gestaltung somit auch als Stadt- und Zukunftsgestalter. „Das kann man in der Tat so sehen“, stimmen die Verantwortlichen zu und richten ihren Blick beispielsweise nach Rietberg, wo sie für die Straßenraumgestaltung im historischen Stadtkern verantwortlich zeichnen.

Ebenso gut können sie auch zum Ravenna-Park nach Halle, zur Ortsdurchfahrt in Bad Lippspringe, auf verschiedene Kreisverkehre in der Region oder auf andere Posten einer langen Liste mit vielen Renommierobjekten auch in der Heimatstadt blicken. Unter anderem kam das Firmen-Portfolio „von der Idee bis zur Umsetzung“, so Klaus Tophinke, auch beim Straßen- und Kanalnetz im Baugebiet Pavenstädt hinter dem Kreishaus zum Einsatz.

Guter Ruf zeigt sich in der Kundenliste

Der gute Ruf zeigt sich in der Kundenliste. Permanent werden stets dutzende, Projekte betreut, die sich zwischen Ideenfindung und Überprüfung der Endabrechnungen befinden. Im Umkreis von 50 Kilometern um Gütersloh nehmen rund 20 Kommunen, die Kreise Gütersloh, Paderborn und Warendorf oder auch der Landesbetrieb Straßen NRW die Dienste der Fachplaner in Anspruch.

Aber auch gewerbliche Auftraggeber wie Miele, Claas, Erschließungsträger, Wohnungsbaugesellschaften und Bauherrn von Mehrfamilienhäusern setzen auf Akribie, Erfahrung, Einsatzbereitschaft, Fingerspitzengefühl, technisches Know-how sowie die notwendigen Portionen Gelassenheit und Humor der Tiefbauplaner.

„Planung ist immer ein langfristiger Prozess“

Die Erfolgsbilanz ist für das Duo an der Spitze plausibel erklärbar. Tophinke: „Wir sind keine Produzenten. Planung ist immer ein langfristiger Prozess. In vielen Projekten entstehen Pausen, weil zunächst Genehmigungen eingeholt werden oder Dritte entscheiden müssen. Uns hat ausgezeichnet, dass wir viele Projekte trotz oft mehrjähriger Dauer im Einklang mit den Auftraggebern abwickeln konnten.“

Aufgrund der Kompetenz im Team und der Anerkennung seitens der Auftraggeber hat Ralf Düspohl auch über 2020 hinaus trotz immer weiter fortschreitenden Technisierung keine Angst vor der Zukunft: „Wenn es darum geht, zwischen zwei bestehenden Häusern das Straßen- oder Kanalnetz auszubauen, ist immer noch der Ingenieur gefragt. Nicht das Computer-Programm.“

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