Politik lehnt Turm am Büsker-Eck ab
Bild: Dinkels
Keine Chance auf eine Genehmigung: der City-Tower des Rechtsanwalts Johannes Steiner.
Bild: Dinkels

Darin wird das Vorhaben eines achtgeschossigen Wohngebäudes als unverträglich für die vorhandene städtebauliche Situation beurteilt.

„Gegen eine moderne Architektur, die Stadtbild aufwertet, ist nichts einzuwenden“, erklärte Norbert Morkes (BfGT). Es gebe keine allgemeine Ablehnung in der Bürgerschaft. Das hätten die Äußerungen in unterschiedlichen Foren gezeigt. Die BfGT sei aber nach gründlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile zu dem Ergebnis gekommen, dass die Bebauung in der geplanten Art und Weise nicht an diese Stelle passe.

Ähnlich lauteten in der Diskussion auch die Einschätzungen der anderen Fraktionen. „Wir können uns an dieser Stelle überhaupt keine Bebauung vorstellen“, betonte Birgit Niemann-Hollatz von den Grünen. Es müsse in der Stadt auch unbebaute Flächen mit Grün geben.

Dr. Thomas Krümpelmann (SPD) sagte: „Der City-Tower passt da überhaupt nicht hin. Ich kann mir so ein Hochhaus auch an anderer Stelle in der Stadt nicht vorstellen.“

Silva Schröder (CDU) erklärte, sie könne sich eine Bebauung an der Mauerstraße durchaus vorstellen – als Brückenschlag über die Friedrich-Ebert-Straße, die die obere Berliner Straße besser an den unteren Teil anbinde. Auch ein Platz mit historischer Bedeutung dürfe durchaus bebaut werden. Die Pläne für den City-Tower mit acht Geschossen halte aber auch die CDU-Fraktion an der Stelle für unpassend, fügte die Architektin hinzu.

Dr. Wolfgang Büscher (FDP) erklärte, er beurteile das vorgestellte Projekt als stimmig. Das Areal hätte durch den Turm eine Aufwertung erfahren. Auch Architekt Norbert Bohlmann (UWG) betonte, er persönlich stehe hinter den Steiner-Plänen. Da er aber das Gefühl habe, es gebe eine deutliche Ablehnung aus der Bürgerschaft, werde er sich in der Abstimmung enthalten.

Die Verwaltung betonte in der Diskussion noch einmal, dass dem möglichen Investor alternative Grundstücke in der Innenstadt angeboten worden seien. So sei zum Beispiel über das Feuerwehr-Gelände auf der anderen Straßenseite, über die Barkeystraße, falls dort das Hotelprojekt nicht verwirklicht werden könne, und über den Stohlmannplatz gesprochen worden. Der Projektentwickler habe aber eindeutig erklärt, dass er seine Pläne auf einem anderen Grundstück nicht verwirklichen werde.

SOCIAL BOOKMARKS