Politik will Durchfahrtsverbot für Lkw
Bild: Dinkels
Zum dritten Mal soll die Stadt Gütersloh bei der Bezirksregierung einen Antrag für ein Lkw-Durchfahrtsverbot durch Friedrichsdorf stellen.
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Auf Antrag der CDU stimmten die Mitglieder des Planungsausschusses am Dienstag einstimmig für einen weiteren Anlauf. Die Gütersloher Politik will erwirken, dass Lastwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als zwölf Tonnen künftig nicht mehr über die Buschkampstraße, die Windelsbleicher Straße und die Avenwedder Straße fahren dürfen.

Zum damaligen Zeitpunkt wurden die Anträge abgewiesen, weil keine Alternativroute identifiziert werden konnten, die die Zustimmung der Beteiligten fand, erläutert Michael Wewer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Stadtplanung und Bauordnung. Da seien aber auch die zwei Abschnitte Bielefeld-Steinhagen und Steinhagen-Halle der A 33 noch nicht gebaut und freigegeben gewesen.

In Friedrichsdorf liege eine besondere Situation vor, betonte Detlev Kahmen (CDU) bei der Erläuterung des Antrags. Der Ton in Friedrichsdorf werde immer schärfer. Für die Christdemokraten sei das Lkw-Durchfahrtsverbot eine Möglichkeit, wieder etwas Ruhe in die Diskussion um die Umgehungsstraße zu bringen. Gerhard Feldhans ergänzte: „Es liegt in unserer Verantwortung, kurzfristig Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs durch Friedrichsdorf umzusetzen.“

Obwohl alle Fraktionen zustimmten, äußerten einige die Befürchtung, man könne mit seiner Bitte erneut abblitzen. Birgit Niemann-Hollatz (Grüne) gab den Anstoß, auch mal über ein Tempolimit auf der A 2 und der A 33 nachzudenken, um Unfälle und somit Umleitungsverkehre durch Friedrichsdorf zu vermeiden.

Ein Hinweisschild auf das Fahrverbot soll dem Antrag zufolge an der A 33-Abfahrt Buschkampstraße angebracht werden. Im Stadtgebiet Gütersloh soll an der Carl-Bertelsmann-Straße/Kreuzung Stadtring Sundern sowie an der Kreuzung mit der Osnabrücker Landstraße/Spexarder Straße auf das Durchfahrtsverbot hingewiesen werden, so dass die Lastwagen über die A 2 umgeleitet werden. Ein weiteres Schild soll am Kreisverkehr der Gehle-Kreuzung angebracht werden.

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