Politiker sehen Wohnnutzung kritisch
Ansicht: Stadt Gütersloh
Das Firmengelände von Brüggershemke und Reinkemeier liegt in der Bildmitte zwischen Berliner Straße (B 61) und Bahngleisen. Links zweigt die TWE-Strecke ab. G steht im Flächennutzungsplan für Gewerbegebiet, M für Mischgebiet.  
Ansicht: Stadt Gütersloh

Erfreut zeigten sich die Politiker, mit welchem Tempo sich die Verwaltung des Themas angenommen hat. Skeptisch beurteilten sie mehrheitlich die Möglichkeit für ein neues Wohngebiet.

„Heute ist es Gewerbegebiet. Die Stadt hat einen Bedarf an Gewerbeflächen“, sagte Dr. Thomas Krümpelmann (SPD). Eine weitere gewerbliche Nutzung sei deshalb die „naheliegende Lösung“. Wegen der Bahn und der Bundesstraße sei die Fläche belastet. Mit Blick auf den Lärm sagte Krümpelmann: „Das ist kein ideales Wohngebiet.“ Die SPD stimme einer Prüfung zu mit klarem Vorrang für eine Gewerbenutzung.

„Aus Gründen des Lärmschutzes ist die Fläche für ein Wohngebiet völlig ungeeignet“, sagte auch Manfred Reese (Linke). Silva Schröder (CDU): „Das ist keine attraktive Fläche für eine Wohnbebauung. Es spricht alles für eine Ausweisung als Gewerbefläche.“

Maik Steiner (Bündnis 90/Die Grünen) begrüßte, dass so schnell Überlegungen aufgenommen würden. Im Sinne eines urbanen Gebiets könne man das Gelände mit einer Mischung aus Wohnen und Gewerbe entwickeln. In ihrer Vorlage hatte auch die Verwaltung die Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ mit Blick auf höhere Immissionsbelastungen ins Spiel gebracht und von Geschosswohnungsbau gesprochen.

Norbert Bohlmann (UWG) fand es „außerordentlich gut“, dass dieses Areal so zeitnah in die Beratung gebracht werde. Er wies darauf hin, dass andere von der Verwaltung als Beispiel genannte Flächen wie Vossen (Neuenkirchener Straße), Bartels (Berliner Straße) und die Möbelfabrik Hemke keinen preiswerten Wohnraum gebracht hätten.

Nobby Morkes (BfGT) äußerte sich positiv zum Prüfauftrag: „Wir können das unterstützen.“ Am Ende wurde der Prüfauftrag einstimmig erteilt. „Wir müssen uns damit beschäftigen“, sagte die Technische Beigeordnete Nina Herrling. Insgesamt geht es um eine Fläche von 4,8 Hektar, die in kurzer Zeit für eine städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

SOCIAL BOOKMARKS