Polizei sucht in Gütersloh weiter nach Räuber
Bild: Dinkels
Umstellt: Nach einem Raubüberfall hat die Polizei ein Waldstück an der Wiedenbrücker Straße abgesperrt. Sie vermuten darin den flüchtigen Räuber.
Bild: Dinkels

Eineinhalb Stunden halten Polizisten am Dienstag das kleine Waldstück am Bahndamm zwischen der BFT-Tankstelle an der Wiedenbrücker Straße und der Unterführung umstellt. Erst bläst ein Hubschrauber im Tiefflug den Sand aus den Sträuchern. Dann durchkämmen Beamte mit Diensthund und Waffen das Gelände.

Mann zückt Waffe und bedroht die beiden Angestellten

Ohne Erfolg. Der Räuber, der am Dienstagnachmittag auf der anderen Seite des Bahndamms zwei Mitarbeiter des Schenke-Markts an der Rhedaer Straße überfallen hat, bleibt verschwunden. Auch in der Nacht bleiben die Einsatzkräfte ohne Erfolg.

Gegen 14.40 Uhr lauerte der mit einer Pistole bewaffnete und maskierte Räuber am Dienstag den beiden Angestellten auf dem Parkplatz vor dem Lebensmittelmarkt auf. Sie wollen Einnahmen aus dem Markt zu einem Geldinstitut bringen. Der Maskierte bedroht sie mit der Pistole und fordert Geld. Anschließend flüchtet er in Richtung Innenstadt.

Polizeihubschrauber und Diensthunde helfen bei der Suche

Die beiden Opfer, 21 und 23 Jahre alt, bleiben unverletzt, sie kommen mit dem Schrecken davon. Zeugen wollen den Flüchtenden gesehen haben, als er in das Waldstück rannte. Die Polizei kreist das Gelände mit mehreren Beamten ein. Sie tragen schusssichere Westen und halten Abstand. Aus Dortmund wird ein Polizeihubschrauber angefordert, zur Unterstützung werden zudem zwei Diensthundeführer aus Warendorf nach Gütersloh beordert.

Die Seite der Wiedenbrücker Straße zum Bahndamm sperrt die Polizei ab. Auf der anderen Straßenseite und an der Tankstelle, die weiter angefahren werden kann und in Betrieb bleibt, finden sich immer mehr Schaulustige ein. Nach einer guten Stunde sperren Beamte auch den gegenüberliegenden Bürgersteig und schicken die Passanten fort – mit mäßigem Erfolg.

Polizei hofft auf Zeugenaussagen

Der Großeinsatz fördert allerdings keinen Räuber zutage. Offenbar hat er das Waldstück, wenn er sich dort überhaupt aufgehalten hat, schon vor Eintreffen der Polizei wieder verlassen. Die Fahndung dauert an. Die Beamten suchen Zeugen. Wer etwas beobachtet hat, der sollte sich unter Telefon 05241/8690 mit der Polizei in Verbindung setzen.

Bei dem Kriminellen soll es sich um einen etwa 25 Jahre alten und 1,80 bis 1,90 Meter großen Mann handeln. Er trug lockige Haare, einen grauen Kapuzenpullover und eine schwarze Jogginghose. Maskiert war er mit einem dunklen Schal und einer Sonnenbrille. Zur Pistole macht die Polizei keine Angaben.

SOCIAL BOOKMARKS
Ihr gewähltes Video startet automatisch nach der Werbung.