Polizei verhindert Futter-Aktion
Die Polizei behielt am Freitag das Geschehen im Blick. Bild: Darhoven

Trotz Anraten der Polizei, den Eintrag für den „Burger-Sturm“ zu löschen, fanden sich am Freitagnachmittag rund 100 junge Menschen am ZOB ein, um gemeinsam das Schnellrestaurant „leer zu futtern“. Eine Aktion ohne Aussicht auf Erfolg, wie McDonald’s-Filialleiter Daniel Aydin lachend versicherte.

„Wir haben rund 7000 Ham- und Cheeseburger und 3000 Chickenburger vorrätig. Sollte das nicht ausreichen, haben wir innerhalb kürzester Zeit Nachschub aus den beiden anderen Filialen“, so Aydin. Auch personell hatte man sich an den Standorten ZOB und an der Autobahn logistisch auf einen möglichen Ansturm eingestellt.

Bekannt war Daniel Aydin die Aktion schon seit drei Wochen. „Wir haben genug junge Mitarbeiter, die das bei Facebook mitbekommen haben.“ Vor gut einem Jahr gab es schon einmal einen derartigen Aufruf in einem Studentenforum, der die Beschäftigten in der Niederlassung an der Autobahn kaum in Schweiß brachte.

Die Idee zum jüngsten Aufruf hatte der Drucker-Lehrling Jannik Schneidt während eines Krankenhausaufenthalts. „Ich hatte so eine Sache mal irgendwann im Fernsehen gesehen und mir überlegt, dass das doch auch für Gütersloh eine witzige Angelegenheit wäre.“ Also „postete“ er den Aufruf von seinem Krankenbett aus im sozialen Netzwerk.

Für Überraschung sorgte am Donnerstag ein Besuch der Polizei im Hause Schneidt. „Das war schon komisch, als die da plötzlich vor der Tür gestanden haben und ihre Bedenken zu dieser Aktion äußerten“, erzählt Jannik Schneidt. Die Beamten lieferten dem fantasiereichen 17-Jährigen überzeugende Argumente. Schneidt teilte am Donnerstagabend im Internetportal mit, dass die Aktion abgesagt sei. Eine Baustelle solle angeblich vor dem Restaurant errichtet werden.

 „Die Leute, die heute hier sind, hat das aber weniger gestört“, so Jannik Schneidt, der an seinem Aufruf „nichts Schlimmes“ finden kann. Dass es am Ende nur rund 100 „Hungrige“ waren, ist für den Initiator in Ordnung. „Es war ja eh nur ein Gag, und vielleicht haben viele auch gedacht, dass es ein Aprilscherz gewesen ist.“ Merkwürdiger Gedanke.

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