Ponys dürfen auf der Kirmes bleiben
Vor dem Rathaus demonstrieren am Montag vor der Ausschusssitzung erneut Tierschützer des Vereins Achtung für Tiere um Tierärztin Astrid Reinke für ein Verbot des Ponyreitens auf der Gütersloher Kirmes. Dazu sangen sie auch zwei Lieder. Im vergangenen Jahr waren sie bereits einmal mit einem entsprechenden Antrag gescheitert. 5000 Unterschriften hatten sie damals gesammelt. Bild: Dinkels

Schon im vergangenen Jahr hätten die Unterschriften von 5000 Menschen deutlich gemacht, dass die Pony-Reitbahn auf der Kirmes von vielen Bürgern nicht mehr gewünscht werde, sagte Antragsteller Dr. Thomas Krümpelmann (SPD). „Im Kreis laufen ist für die Tiere nicht artgerecht.“ Es gehe seiner Fraktion nicht um ein Verbot bestimmter Karussells, sagte Krümpelmann. Das liege nicht in den Möglichkeiten der Stadt. Es gehe darum, in anstehenden Verhandlungen womöglich schon für die Michaeliskirmes im Herbst oder die nächste Pfingstkirmes einen Verzicht zu erwirken. Wegen des Neubaus der Feuer- und Rettungswache stehe künftig ohnehin weniger Platz zur Verfügung.

„Wir unterstützen diesen Antrag ausdrücklich“, sagte Jens Hesse (Grüne). Auch die Linke stimmte für solche Gespräche.

Er habe sich bei der Pfingstkirmes selbst ein Bild gemacht, sagte Georg Hanneforth (CDU). „Die Tiere machten auf mich einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck“, so Hanneforth. Sie seien auch bei Regen sauber, was darauf schließen lasse, dass sie untergestellt würden. Die Tiere reagierten aufmerksam und hörten auf Kommandos. Sie würden regelmäßig ausgewechselt und hinausgeführt. Die Laufbahn mit Spänen sei in Ordnung. „Die Kinder auf den Ponys machten einen sehr aufmerksamen Eindruck und haben sich richtig gefreut“, berichtete Hanneforth. Ein Verbot von Pony-Karussells sei nicht Sache der Stadt, so der Christdemokrat. Damit sollten sich Experten und Tierärzte beschäftigen.

Auch die BfGT blieben bei der Ablehnung eines Eingriffs der Stadt. Die Menschen sollten mit den Füßen abstimmen, so Andreas Müller.

Die Erste Beigeordnete Christine Lang plädierte für ein „klares Votum“. Beim Auftrag für Verhandlungen – auf den ersten Blick eine weichere Lösung als ein Verbot - werde Kirmesorganisator August Schneider die Entscheidung und damit der Schwarze Peter zugeschoben. Er müsse entweder der Stadt oder dem Betreiber des Pony-Karussells vor den Kopf stoßen. Lang: „Wir gehen davon aus, dass das bisherige Programm der Kirmes dort platziert werden kann.“ Aus Platzgründen müssten keine Stände weichen.

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